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Der Großteil der Jemen-Besucher reist mit dem Flugzeug an. Die Einreise auf dem Land-
oder Seeweg ist schwierig und nicht empfehlenswert. Ger Weg ist weit und steckt voller
hinderlicher Reisebestimmungen, insbesondere für diejenigen, die durch Saudi-Arabien
einreisen möchten. Attraktive Linienflugverbindungen (Direktflüge) bieten u.a. Yemenia
Airlines, Ethiopian Airlines, KLM und Lufthansa. Die reine Flugzeit beträgt etwa 8 Std.
Bei Ankunft am Flughafen bekommt jeder Ausländer zunächst eine Einreisekarte
ausgehändigt, auf der neben Daten zur Person und zum Reisepaß auch die Unterkunft
eingetragen werden muß. Wer nicht aus Mitteleuropa einreist, muß evtl. seinen gelben
Impfausweis vorlegen.
Sollte man sein Gepäckstück mit einem Kreidezeichen versehen finden, so darf man
dieses keinesfalls auswischen und muß darauf gefaßt sein, daß man es bei der folgenden
Kontrolle öffnen muß. Stichprobenartig wird das Innenleben der Koffer, Taschen oder
Kartons kontrolliert, außerdem wird jedes Gepäckstück mit einem (neuen) Kreidezeichen
versehen. Nur mit diesem Zeichen wird man bei der Endkontrolle aus der Schalterhalle
entlassen.  |
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Sollte man im Jemen erkranken, findet man in allen größeren Orten Krankenhäuser und
Apotheken, in denen man sich auf Englisch verständigen kann. Es gibt vornehmlich
Importprodukte bekannter Pharmakonzerne. In kleineren Ortschaften finden sich, wenn
überhaupt, nur unzureichend ausgestattete Gesundheitsstationen und eher weniger gut
sortierte Apotheken.
Wer ernsthaft erkrankt, kann sich von der diplomatischen Vertretung seines Heimatlandes
(s. Diplomatische Vertretungen) Adressen von besser ausgestatteten Privatkliniken oder
qualifizierten englisch- oder deutschsprachigen Ärzten geben lassen. Es empfiehlt sich in
jedem Fall der Abschluß einer Auslandsreisekrankenversicherung.  |
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Alles das, was Sie im Jemen kaufen können, dürfen Sie auch ausführen. Natürlich
gehören dazu nicht Dinge mit historischem Wert. Es gilt die Regel, daß alle
Gegenstände, die älter als 40 Jahre sind, zur Ausfuhr einer Genehmigung der
Touristenbehörde (General Tourism Corporation) bedürfen. Lassen Sie sich aber nicht aus
der Ruhe bringen, denn die Silbersachen, die Sie möglicherweise in einem Suk gekauft
haben, mögen nicht immer das Alter haben, auf das man sie dem Aussehen nach schätzt.  |
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Vor dem Rückflug sollte man nicht vergessen, diesen drei Tage vor dem Flugtermin
rückzubestätigen, am besten schriftlich.
Bei der Ausreise müssen Sie folgende Stellen passieren: Zoll, Flugschein- und
Paßkontrolle. Man erwartet von Ihnen, daß Sie zwei Stunden vor Abflug am Flughafen sind.
Bei Auslandsflügen ist eine Flughafengebühr in Höhe von 60 jemenitischen Rial zu
zahlen, die am Flugscheinschalter fällig ist. Bei der Paßkontrolle ist eine grüne
Abflugskarte auszufüllen, die die gleichen Fragen enthält wie auch die Ankunftskarte.  |
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in Deutschland:
Botschaft der Republik Jemen
Budapester Straße 37
10787 Berlin
Telefon 030-89 73 050; Fax 030-89 73 0562
E-Mail: konsulat@botschaft-jemen.de
oder: botschaft-jemen@freenet.de
www.botschaft-jemen.de
Bürozeiten: Mo. - Fr. 08.30 -16.00 h
(während des Ramadan: Mo. - Fr. 09.00 - 02.30 Uhr)
in Österreich:
Wasagasse 6-10
A-1090 Wien
Tel: 01-503 29 30/31; Fax: 01-505 31 59
E-Mail: vienna@yemen-embassy.at
Bürozeiten: Mo-Do 09.00-15.00 Uhr, Fr 09.00-14.00 Uhr.
in der Schweiz:
Permanent Mission und Konsulat der Republik Jemen
19 Chemin du Jonc
CH-1216 Cointrin
Tel: 022-799 05 10; Fax: 022-798 04 65
E-Mail: mission.yemen@itu.int
Bürozeiten: Mo-Fr 09.00-17.30 Uhr  |
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Botschaft der Bundesrepublik Deutschland:
Embassy of the Federal Republic of Germany
Near Hadda Road/Outer Ring Road
P.O. Box 2562
Sanaa
Telefon: 00967-1 41 31 74, 41 31 77, 41 31 78
Fax: 00967-1 41 31 79
Email: germembasanaa@y.net.ye
Österreichische Botschaft:
Bagdad Str. Nr. 5
Sanaa
Telefon: 00967-1 445 493; 445 491
Telefax: 00967-1 445 489 |
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Es ist gestattet, 200 Zigaretten, 50 Zigarren oder 250g Pfeifentabak einzuführen.
Alkoholische Getränke sind streng verboten, lediglich Nichtmoslems dürfen einen Liter
Alkohol ins Land bringen. Fotografische Ausrüstungsgegenstände unterliegen keinen
besonderen Zollbestimmungen. Dagegen werden Sie mit Videogeräten oder Videokameras
möglicherweise Schwierigkeiten haben können. Geschenke dürfen Sie ins Land bringen,
sofern sie den Handelswert von US$ 25 nicht übersteigen. Verboten ist die Einfuhr von
Schweinefleisch, Waffen, Munition und pornografischen Artikeln - wobei auch uns
wohlvertraute Bikinischönheiten oder entblößte, muskulöse Männerbodys in renommierten
Zeitschriften dazu zählen. Elektrische
Geräte werden in der Regel in den Pass eingetragen und müssen wieder ausgeführt werden. |
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Zur Einreise in den Jemen benötigt man ein Touristenvisum, das von der
jeweiligen Auslandsvertretung des Heimatlandes ausgestellt wird:
Botschaft der Republik Jemen:
Adenauerallee 77, 53113 Bonn
Tel.: 0228-212563
Fax: 0228-212584
Die Beantragung sollte etwa zwei bis vier Wochen vor der geplanten
Einreise erfolgen. Wir senden Ihnen bei Buchung die Unterlagen gerne zu. Sie müssen nicht nur genügend Platz in Ihrem Paß haben (man benötigt eine
ganze Seite), sondern es darf darin auch kein Visum oder Ein-oder Ausreisestempel von
Israel oder Südafrika enthalten sein. Eine Visaverlängerung für Touristen ist für je
einen Monat insgesamt dreimal möglich bei:
Authority of Immigration, Passports and Naturalisation (Al-Djauwazat), im Süden von
Sanaa, Ecke Al-Khawlan Street/60th Street; Tel.: 01-250761
Bei Verlängerung von mehr als einem Monat muß man maximal 14 Tage vor der Ausreise
ein neues Ausreisevisum beantragen.
Bei der Einreise bekommt man erst am Flughafen eine Aufenthaltsgenehmigung, die für
Deutsche drei Monate und für Österreicher und Schweizer vier Wochen lang gültig ist.
Sie ist gleichzeitig Ausreisevisum und wird in den Paß gestempelt.
Der deutsche Kinderausweis muss mit einem
Lichtbild versehen sein. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepaß eines Elternteils ist
zur Einreise ausreichend. Hierfür ist gleichfalls ein Lichtbild erforderlich.  |
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Die größeren Städte und Orte sind an das Stromnetz angeschlossen und haben 220 Volt
und 50 Hertz Wechselstrom. In Sanaa sind Stromausfälle an der Tagesordnung. In den
Dörfern, die noch nicht über Fernleitungen versorgt werden, sorgen Generatoren für
Strom. Einheitliche Steckdosen gibt es nicht. Jeder, der elektrische Geräte anschließen
möchte, braucht ein Reisesteckerset, das sehr preiswert an den zahllosen jemenitischen
Straßenständen erhältlich ist. |
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Einfache Lokale und Garküchen mit jemenitischen Speisen gibt es in großer Zahl,
Restaurants der besseren Preisklasse oder mit europäischem Essen dagegen weniger. An das
Essen dürfen Sie keine allzu hohen Ansprüche stellen. Sorghum und andere Getreidesorten
sind die Grundnahrungsmittel des Durchschnittsjemeniten. Außerdem werden Sie gelegentlich
auch Gemüse, Reis, Bohnen sowie Fenugreek, die sog. Hilba-Suppe, auf den Speiseplänen
finden. Fleisch, Milch, Eier und Obst gibt es traditionsgemäß eher auf den Tischen von
Angehörigen der oberen sozialen Schicht. Den größten Raum aber nimmt das Brot ein. Die
Hauptmahlzeit für einen Jemeniten ist das Mittagessen; das Abendessen ist eher einfach
und wird nach dem Abendgebet eingenommen. Die Tischmanieren sind natürlich ganz arabisch.
Besteck ist unüblich; gegessen wird mit den Fingern (nur die Finger der rechten Hand zum
Mund führen, da die linke als unrein gilt!) und Brotstückchen, die in das Essen getunkt
und mitgegessen werden. Daher stehen in Restaurants den Gästen auch Wasser und Seife zum
Händewaschen zur Verfügung. Trotz dieser hygienischen Maßnahmen sollten Sie dennoch bei
der Auswahl Ihrer Mahlzeiten Vorsicht walten lassen. Bezahlt wird nicht beim Kellner,
sondern an einem Kassentisch neben dem Ausgang.
Als Getränk steht meist Wasser in Plastikkaraffen bereit. Allerdings stammt es aus dem
Wasserhahn und sollte besser nicht getrunken werden. Tee, Limonade und Mineralwasser ohne
Kohlensäure können überall bestellt werden, u.a. in den allgegenwärtigen Teestuben.
Alkohol finden Sie, aufgrund der Gesetze des Korans, weder in Supermärkten, noch in
normalen Restaurants. Nur in manchen Restaurants der Luxushotels können Sie alkoholische
Getränke und in größeren Lokalen auch alkoholfreies Bier bestellen. Die hohen Preise
beeinträchtigen allerdings den Trinkgenuß (eine Dose Bier kostet beispielsweise 45
Rial). |
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Der wöchentliche Feiertag fällt im Jemen auf den Freitag, nicht wie bei uns auf dem
Sonntag. Die Daten der religiösen Feste werden nach dem islamischen Kalender berechnet
und fallen deshalb jedes Jahr auf einen anderen Termin. Die Daten können um ein oder zwei
Tage variieren, denn die aktuellen Termine werden immer kurz vorher nach dem Stand des
Mondes ermittelt. Für Reisende bedeuten die folgenden drei religiösen Festivitäten
keinerlei bzw. kaum Einschränkungen:
das islamische Neujahr (in der Regel im April)
der Geburtstag des Propheten Muhammad (in der Regel im Juni/Juli)
Himmelfahrt des Propheten (in der Regel im November)
Im Gegensatz dazu müssen Touristen während der folgenden Feste mit Behinderungen
rechnen:
Ramadan: heiliger Fastenmonat (in der Regel ab Anfang/Mitte
Dezember bis in den Januar); den Geboten des Korans folgend, dürfen gesunde erwachsene
Muslime im Ramadan tagsüber nicht essen, trinken und rauchen. Geschäfte haben oft nur
nachmittags und abends offen, Restaurants schließen oft erst in den frühen
Morgenstunden, Banken und Behörden haben samstags bis donnerstags von 11.00 - 15.00 Uhr
geöffnet. Öffentliche Verkehrsmittel fahren in den ersten 15 Tagen des Ramadan mit
eingeschränkter Frequenz. Von Ausländern wird erwartet, daß sie sich in der
Öffentlichkeit ebenfalls an diese Regeln halten. Essen und Trinken sollte man tagsüber
nur in den Hotelrestaurants oder im Hotelzimmer.
Id al-Fitr: viertägiges Fest zum Fastenbrechen nach Ramadan; während
der beiden Id-Feste (s. unten) sind die Städte menschenleer, es fahren kaum Busse, Taxen
nehmen höhere Fahrpreise, Hotels sind belegt und die Öffnungszeiten von Geschäften,
Banken, Behörden u.ä. stark eingeschränkt.
Id al-Adha: fünftägiges Opferfest zur Pilgerfahrt nach Mekka
Die kaum auffallenden staatlichen Feiertage und nationalen Gedenktage
haben feste Daten, die sich am gregorianischen Kalender orientieren:
1.Mai:Tag der Arbeit
22.Mai:Tag der Vereinigung (1990), Nationaltag (die Ausfallstraßen nach Sanaa sind
abgeriegelt; wer zu dieser Zeit nach Sanaa reisen möchte, sollte dies zwei Tage zuvor
tun)
15.Juni:Tag der Streitkräfte
26.Sept.: Revolutionstag im ehemaligen Nordjemen (1962)
14.Okt.: Tag der Revolution im ehemaligen Südjemen (1963)
30.Nov.: Unabhängigkeitstag (1967) |
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Beim Fotografieren (und besonders beim Filmen) von Menschen sollte man Zurückhaltung
und Einfühlsamkeit zeigen. Der Grund liegt darin, daß der strenggenommene Koran die
Abbildung von Menschen in jeglicher Form verbietet. Grundsätzlich sollte man niemanden
ohne seine Einwilligung porträtieren. Jemenitische Frauen sollte man gar nicht ablichten
bzw. nur, wenn sie es ausdrücklich erlaubt haben. Viele Jemeniten sind aber auch
regelrecht stolz darauf, als Motiv auserkoren zu werden und bringen sich auffällig in
Positur. Vermeiden sollte man aber Situationen zu knipsen, die für den fotografierten
erniedrigend wirken, z.B. weil sie ihn in Armut zeigen. Verbotene Motive sind
militärische Objekte wie Kasernen, Soldaten, Brücken und Flughäfen und staatliche
Gebäude wie Verwaltungen, Schulen und Krankenhäuser.
Videokameras erwecken bei manchen Zöllnern Skepsis und werden, im Gegensatz zum
Fotoapparat, ab und an in den Paß eingetragen. Auch in der Bevölkerung werden sie nicht
allzu gerne gesehen.  |
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Die Landeswährung ist der jemenitische Rial. Die Banknoten sind auf der einen Seite in
Arabisch und auf der anderen Seite in Englisch beschriftet. Weit verbreitet sind Scheine
zu 10, 20, 50, 100 Rial, seltener dagegen 200er oder 500er Noten. Münzen sind ebenso
selten im Umlauf und haben einen Wert von 1, 5 oder 10 Rial. Durch die hohe Inflation
verliert der Rial stetig an Wert, und die Preise ändern sich schnell. Da der Rial eine
unsichere Währung ist, setzt in zunehmendem Maß eine Dollarisierung" der
Wirtschaft ein. Auch Luxushotels, Fluggesellschaften und manche Tourveranstalter rechnen
mit Ausländern in Dollar ab. (Der Wechselkurs betrug im Juni 2003 1 EUR = ca. 170 YER).
Den besten Wechselkurs erhält man für US-Dollar in Scheinen. Am beliebtesten sind große
Bankscheine, kleine Scheine erzielen einen schlechteren Kurs. Man sollte einen gut
sortierten Vorrat an kleinen Dollarnoten mit in den Jemen nehmen, denn mit ihnen kann man
im Falle, daß die Rial knapp werden nahezu überall zahlen. Wer nicht seine gesamte
reisekasse in Bargeld mitnehmen möchte, der kann einen Teil in Reiseschecks mitnehmen; am
gängigsten sind American Express und Thomas Cook, aber nicht alle Geldwechselstuben
nehmen sie an. Selbst die gängigen Kreditkarten werden im Jemen nur selten akzeptiert,
beispielsweise in den Luxushotels. Man kann mit ihnen an Banken kein Bargeld abheben.
Euroscheckkarten und Euroschecks werden nirgendwo akzeptiert. In den Exchange-Buden läuft
das Geldwechseln stets erstaunlich schnell und ohne Formalitäten ab, im Gegensatz zu den
Banken. Unterlassen sollte man es, bei den zahlreichen fliegenden Geldhändlern zu
tauschen. Sie werden zwar toleriert, aber Transaktionen bei ihnen sind dennoch illegal.
Die rund 60 Rial Flughafengebühr sollte das einzige Geld in Landeswährung sein, das
Sie bei der Ausreise noch besitzen, da es am Flughafen kaum eine vernünftige Gelegenheit
gibt, diese noch zurückzutauschen oder auszugeben.  |
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Bei einer direkten Anreise aus Europa ist keine Impfung vorgeschrieben. Hausärzte,
Gesundheitsämter und Tropeninstitute informieren jedoch genau, welche Impfungen nötig
und empfehlenswert sind.
Gegen Poliomyelitis, Tetanus und Diphtherie sollte jeder Erwachsene geimpft sein. Es
empfiehlt sich außerdem eine Immunisierung gegen Hepatitis A. Bei der Malariavorsorge
muß jeder selbst das Risiko einer Infektion gegen mögliche Nebenwirkungen der
Prophylaxemedikamente abwägen. Der beste Malariaschutz besteht natürlich immer noch
darin, Mückenstiche so gut es geht zu vermeiden. Daher sollte man besonders am Abend
körperbedeckende helle Kleidungsstücke anziehen und eine Hautschutzlotion,
Räucherspirale oder ein Moskitonetz benutzen.
Durch die Einhaltung des knappen Mottos Koch es, schäl es oder vergiß es"
kann man schon viele Gefahrenquellen umgehen - auch Darmtrakt-Empfindliche sollten diesen
Leitspruch beherzigen. Um keine Kreislaufprobleme zu bekommen, sollte man viel trinken,
etwa 1½ bis 2 Liter am Tag.
Viele Reisende erkranken im Jemen aufgrund der Klimaunterschiede der einzelnen
Landesteile (s. Klima) und den Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht an einer
Erkältung. Zu bedenken gilt auch, daß Wanderungen im Bergjemen wegen der dünnen und
trockenen Luft anstrengender als zu Hause sind.  |
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Die Reisebekleidung sollte sowohl bei Frauen, als auch bei Männern möglichst viel
Haut bedecken. Bei den Frauen werden langärmlige, wallende Blusen und lange Röcke
erbeten. Auch Männer sollten Hemden mit langen Ärmeln und auf jeden Fall lange Hosen
tragen. Leichte Naturfasern wie Baumwolle, Leinen, Seide und Viskose tragen sich bei den
klimatischen Bedingungen am angenehmsten. Da es am Abend kühler werden kann, insbesondere
im Bergland, sollte man an eine Jacke oder einen dicken Pullover, beim Campen auch an
wärmende Nachtbekleidung denken. Die Schuhe sollten luftdurchlässig, leicht und bequem
sein. Wer Ausflüge in die Wüste plant oder in den Bergen wandern möchte, der sollte das
entsprechende, gut passende, knöchelhohe und robuste Schuhwerk sowie eine
windundurchlässige Jacke dabei haben.  |
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Die meisten Geschäfte, Postämter, internationalen Telefonzentralen,
Geldwechselstuben, Reisebüros, Tourveranstalter, Apotheken, private Büros etc. haben an
Werktagen (Samstag bis Donnerstag) folgende Öffnungszeiten:
vormittags von 8.00 oder 9.00 Uhr bis 12.00 oder 14.00 Uhr
nachmittags von16.00 Uhr bis 20.00 oder 21.00 Uhr
Viele Geschäfte sind aber auch über Mittag und freitags geöffnet. Zur Zeit des
Freitagmittagsgebetes sind fast alle geschlossen.
Banken und Behörden haben folgende Öffnungszeiten:
samstags - mittwochs: nur vormittags von 8.00 oder 9.00 Uhr bis
12.00 oder 13.00 Uhr
donnerstags schließen sie ein bis zwei Stunden früher
Exklusive Hotelrestaurants und teure Restaurants außerhalb der Hotels
öffnen meist erst am Mittag und schließen zwischen 15.00 Uhr und 18.00 oder 19.00 Uhr.  |
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Man sollte seinen Reisepaß mit Visum wegen der vielen Straßenkontrollen unbedingt
stets mit sich führen. Kopien vom Paß, Personalausweis, Visum und vom Flugticket
gehören auf jeden Fall zur Reiseausstattung.  |
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Das jemenitische Postsystem ist relativ gut ausgebaut. Das Porto für Luftpostsendungen
nach Europa beträgt für eine Postkarte ca. 50 Rial, für einen Standardbrief ca. 60
Rial. Die Beförderung nach Deutschland beträgt ungefähr 5 - 7 Tage.
Internationale Telefonate sind in den internationalen Telekommunikationszentralen am
preiswertesten. Bequemer, aber auch teurer kann man von vielen Hotels aus telefonieren.
Von vielen internationalen Telefonzentralen aus, kann man auch faxen; viele Hotels
übernehmen ebenfalls diesen Service.  |
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Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist besonders für Notfälle wichtig. Bei der
Auswahl der Marken sollte man sich von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen.  |
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Aufgrund der geographischen Gegebenheiten läßt sich der Jemen in drei
Klimazonen aufteilen:
Die Küstenstreifen: sie weisen hohe Tagestemperaturen (im Sommer
über 40°C, im Winter 30°C - 35°C) und eine extreme Luftfeuchtigkeit (60 - 90%) auf.
Nachts kühlt es kaum unter 20°C ab.
Der Bergjemen: er zeichnet sich durch gemäßigte Tagestemperaturen (im
Sommer 20°C - 25°C, im Winter 25°C - 30°C)aus. Die Nächte kühlen merklich ab, im
Hochland im Winter durchaus auch unter 0°C. Da die Sonneneinstrahlung zwar stark ist,
aber die Lufttemperaturen nur gemäßigt bis kühl sind, ist das Klima sehr angenehm.
Während der Monsunzeiten im März/April un Juli bis September gibt es öfter kurze, aber
kräftige Regenschauer (meist nachmittags). Auch in den Sommermonaten kann man gut durch
den Bergjemen reisen.
Die Wüstengebiete: dort herrscht im Norden und Osten stets trockenes
und heißes Klima. Die Temperaturen können im Sommer auf über 45°C steigen, im Winter
liegen sie zwischen 30°C und 35°C.
Die beste Reisezeit für Rundreisen fällt auf die Wintermonate, d.h.
von Oktober bis April. Die Monsun- und somit Regenzeiten bieten sich eher nicht an, da es
oft zu Überschwemmungen und Flutwellen kommt.  |
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Diesen Brauch gibt es im Jemen nicht. Sie sind gut beraten, diese für die Jemeniten
äußerst befremdende Sitte auch gar nicht erst einführen. Die Bedienung ist in einem
Restaurant oder Hotel im Preis enthalten.  |
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Grundsätzlich sollte es jedem Reisenden klar sein, daß er sich einheimischen
islamischen Sitten und Gebräuchen anpassen muß. Es wäre schön, wenn jeder das
Verständnis entwickelt, daß ihn die Jemeniten als Gast ansehen und er sich entsprechend
höflich, respektvoll und zurückhaltend zu verhalten hat.  |
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Preise für eine Taxifahrt oder eine Fahrt mit einem anderen Verkehrsmittel handeln Sie
am besten vorher aus.  |
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Die jemenitische Ortszeit ist unserer mitteleuropäischen in der Winterzeit um zwei und
in der Sommerzeit um eine Stunde voraus.  |
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Weder bei der Ein- noch bei der Ausreise darf man jemenitische Rial mit sich führen.
(Weitere Bestimmungen s. Ausfuhrbestimmungen
/ Einfuhrbestimmungen)  |
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Alle Angaben ohne Gewähr |
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Last update: 17.06.09 14:22:44
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