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Detailprogramm

Tagesprogramm
Eingeschlossene Leistungen
Anforderungen
Hinweise
Teilnehmertreff
Termine & Preise

Informationen zum Tschad finden Sie auf unseren Info-Seiten.



Tagesprogramm

Index:M=Mittagessen/ A=Abendessen/ Ü=Übernachtung/F=Frühstück

1. Tag Abflug
Linienflug mit Air France von München über Paris nach Ndjamena/Tschad (Anschlußflüge nach Paris von den meisten deutschen Flughäfen kostenlos).

2. Tag Ndjamena
Ein ausgiebiges Frühstück in der Hauptstadt des Tschad stärkt uns für die Erledigungen der letzten Formalitäten und Einkäufe. Im Laufe des Nachmittag werden wir in Richtung Tschadsee aufbrechen.

3. Tag Tschadsee
Nach nur 25 km ausgezeichneter Teerstraße versanken bereits am Vortag jegliche Hoffnungen auf ein rasches Vorankommen in Schlaglöchern und Erdspalten, die sich ausgezeichnet zum Versteckspielen für Elefanten eignen würden. Überraschend grün präsentiert sich das östliche Tschadsee - Becken: kleine Seen, Seerosentümpel, Akazien- und Dumpalmenwäldchen mit einer reichen Vogelwelt.

4. Tag Bahr el Ghazal
Das Land wird immer ‘ostafrikanischer', sodaß man jeden Moment mit dem Auftauchen von Giraffen, Zebras und Löwen rechnet. Nach einem fast übergangslosen Wechsel führt eine, für den Tschad ausgezeichnet zu nennende, schmale Piste durch eine eindrucksvolle, schier unendliche Savanne. Erst nach ca. 200 km wird es sandiger und die ersten Wanderdünen tauchen am Horizont auf.

5. Tag Erg Djourab
Spätestens heute wird uns klar, wie spärlich unsere Fahrzeuge, die dennoch des öfteren im weichen Sand des Erg Djourab einsanden werden, beladen sind. Haushoch türmt sich die Last von mindestens 400 Kamelen auf den Mercedes-Lkw's, die an uns staunenden Europäern vorbeiqualmen. Oft wenige Minuten später gilt unsere ganze Bewunderung kleinen und großen Kamelkarawanen, die lautlos vorüberziehen. Wir haben in dieser Gegend schon Karawanen angetroffen, die Wegstrecken von 2000 km (!) bewältigten.

6. Tag Faya Largeau
So alles planmäßig verläuft, werden wir heute Faya Largeau, die ‘Perle des Nordens', wie die an den südlichen Ausläufern des Tibesti Gebirges gelegene Oase auch genannt wird, erreichen. Eine heute noch intakte, große Karawanserei zeugt von der einst bedeutenden Rolle Faya Largeau's als Kreuzungspunkt der großen, die Sahara querende Karawanenroute Leptis Magna - Murzuqu (Libyen) - Faya - und weiter in die Königreiche Kanem und Bornu. Von El Fasher im Sudan (Ausgangspunkt des ‘Dharb el Arbaïn' - ‘Straße der 40 Tage' oder auch wegen der unendlichen Leiden als ‘Straße der Tränen' berühmt gewordene Karawanenroute, der wir auf früheren Expeditionen folgten) führte eine weitere wichtige Route durch das sagenumwobenen Wadaï nach Fada, Faya und weiter nach Bilma und Agadez. Knapp 1000 km Fahrt liegen hinter uns. Einige Erledigungen, Treibstoff- und Wasseraufnahme und eine tolle Badeorgie stehen in Faya auf dem Programm.

7. Tag Tibesti
Möglichst früh verlassen wir unser Dünenlager und folgen der Piste entlang der südwestlichen Ausläufer des Tibesti. Im Laufe des Tages verlassen wir die Piste und suchen uns, durch bewachsene, von Gazellen bewohnte Wadis, über Sand- und Felsplateaus, vorbei an immer größer werdenden Felsinseln einen Weg in unberührte Täler des Gebirges. Durchzogen von gewaltigen Urtälern ragen uns unwirkliche, uneinnehmbare Felsenfestungen entgegen.

8. – 14. Tag Imnes Bekri
Sechs äußerst aufregende Tage führen uns in unberührte Gegenden. Hier wird der Pioniergeist eines jeden Teilnehmers mit Sicherheit gefordert.

Felsmalereien und -gravuren, kürzere und nach Belieben auch längere Wanderungen in der Welt der ‘imnes bekri', der ‘Menschen des Morgens', ziehen uns in ihren Bann (eine Aufschlüsselung unseres Aufenthaltsgebietes erfolgt beim Expeditionteilnehmer - Meeting). Unserer Entdeckungen werden der interessierten Wissenschaft zur Auswertung zur Verfügung gestellt. Am Nachmittag des vierzehnten Tages stoßen wir auf eine ins Herz des Tibesti führende Piste.

15. – 16. Tag Tibesti
Die Fahrspur wird immer enger und schwieriger. In dem Maße, in dem die Fahrspur enger und schwieriger wird, nimmt die Erkenntnis von der Uneinnehmbarkeit dieses Gebirges zu. Fast unscheinbar zieht der höchste Berg der Sahara, Emin Koussi (3415 m), auf unserem Weg nach Norden vorbei. Ganz im Gegensatz zu den unwirklich scheinenden, schwarzen Wänden unzähliger Vulkane und zerborstener, bizarrer Vulkanschlote. Diese Landschaft zu beschreiben, heißt das Chaos zu beschreiben!

17. Tag Yebbi Bou
Yebbi Bou heißt unser heutiges Ziel und der Weg führt vorbei an der explodierten Vulkanruine des Tarso Tieroko. Es geht steil bergauf und bergab. Unvermittelt breitet sich ein riesiger Kessel vor uns aus. Ein wohl feuerspeiender Riese hat ihn mit teilweise mannshohen ‘Lavaschussern' aufgefüllt. Völlig der Landschaft angepaßt schmiegen sich die gepflegten, kunstvoll geformten Kuppelbehausungen der Tubu in die strauch- und baumlose ‘Kugellandschaft'. Einer Halluzination gleich strecken sich die dattelbehangenen Häupter einiger hundert Palmen aus einem versteckten Wadi in den sengenden Himmel. Wir haben aufgrund unseres letzten Besuches in dieser sehr abgelegenen Oase menschlichen Lebens, guten Grund zu der Hoffnung, wieder sehr scheu und zurückhaltend, aber freundlich empfangen zu werden.

An dieser Stelle sei ein wichtiger Hinweis auf unsere Erfahrungen bei der Begegnung mit den unter den Begriffen ‘blutrünstig' und ‘räuberisch' bekanntgewordenen Tubus, den Ureinwohnern des Tibesti Gebirges, gestattet. Unsere Erfahrungen bei Begegnungen, Gesprächen, Foto- und Filmarbeiten mit den ‘Felsenmenschen' waren beeindruckend und ausnahmslos positiv.

Nach Erledigung aller Formalitäten und einer herzhaften Erfrischung am Brunnen der Oase verlassen wir Yebbi Bou in Richtung Bardaï, Hauptstadt des Tibesti und früherer Sitz des Derdaï, dem Oberhaupt der Tubu.

18. Tag Bunte Steine
2000 m hohe, von der Erosion freigelegte Zinnen erstarrter Vulkanschlote ragen düster und mahnend in den Himmel und warnen vor einer schwierigen und gefährlichen Passage in die nördlichen Ausläufer des Tibesti. Eine anstrengende Fahrt durch eine wild zerklüftete Lavalandschaft, vorbei an Tarso Voon und Tarso Toon, führt uns zu einem interessanten Fleckchen Erde. Der französische Künstler Jean Vérame hat in zweijähriger Arbeit durch das bemalen von Felsgruppen so manches Gemüt in Wallung gebracht. Von ‘absurd' bis ‘zauberhaft' reichen die Einschätzungen dieses, in jedem Falle sehenswerten Kunstwerkes, dem wohl insamsten Kunstdenkmal der Welt.

19. Tag Bardai
Wir passieren im Laufe des Tages ein vom Palmenbestand her wunderschönes, aber in seinem alten Siedlungsgebiet völlig zerfallenes und im ‘modernen' Teil eher trauriges Bardaï. Hier endete mit der Festsetzung Dr. Gustav Nachtigal's dessen tollkühner Versuch, dem Tibesti den Schleier des Unbekannten und Geheimnisvollen zu entreißen. Geradezu lächerlich scheinen unsere Mühen im Vergleich zu den Umständen und Verhältnissen bei der ersten Expedition ins Tibesti anno 1869! Felsgravuren von Nilpferden, Elefanten, Antilopen und eine der hervorragendsten Gravuren der Sahara, der ‘Mann von Gonoa', zeugen mitten im Lavagebirge von der jahrtausendelangen Existenz menschlichen Lebens. Fast schlagartig ändert sich die Landschaft. Als wäre Vanillepudding aus einer unerschöpflichen Quelle geflossen und hätte auf seinem Weg bergab alles meterdick unter sich begraben, so zeigt sich die fast liebliche Tuffsteinlandschaft vor uns.

In einem der zahllosen Tuffsteinwadis werden wir unser Zeltlager aufschlagen.

20. Tag Trou au Natron
Langsam gewinnen wir an Höhe auf der teilweise sehr holprigen Piste. Es wird merklich kühler. Eindrucksvoll zeigt uns der 3315m hohe Gipfel des Pic Tussidie den Weg. Trou au Natron (Natronloch) - ein atemberaubender Anblick! Ohne Vorwarnung öffnet sich die Erde, stürzen senkrechte Lavawände 900 m in die Tiefe, verschwimmen die schwarzen, ebenmäßigen Konturen eines Minikraters in der aufsteigenden Hitze. Wie Scheinwerfer leuchten die weißen Natronablagerungen am Grunde dieses Höllenschlundes. Wir haben Zeit, genießen, wandern entlang des Abgrundes und schlagen unser Lager rechtzeitig vor Sonnenuntergang auf.

21. Tag Reservetag

22. Tag Zouar
Über gelbe Tuffsteinplateaus, die an überdimensionierte Quararats erinnern und in den über Millionen von Jahren vom Wasser eingefressenen Wadis wie Riesen-Emmentaler aussehen, geht es auf schwieriger Piste bergab. Seit Stunden künden die Felstürme von Sisse den westlichen Rand des Tibesti an. An herrlichen ‘Elefantenfelsen' vorbei streben wir der schluchtartigen Zufahrt nach Zouar zu. Wind und Wasser haben Figuren wie aus 1001 Nacht in den Fels geschliffen. Je mehr wir uns unserem Lagerplatz nähern, desto stärker talt das Wadi aus und gibt schließlich den Blick auf majestätische Felswände frei.

23. – 24. Tag Überraschungen im Erg Bilma
Nach dem schön gelegenen Zouar erklimmen wir das steinige Plateau von Daski. Nur wenige Stunden später wird die Fahrt ruhiger und die ersten, kleinen Dünen gleißen goldgelb über dem Horizont. Wir verlassen wieder einmal die normale Piste und fahren in die östlichen Ausläufer des Grand Erg Bilma ein. Hochinteressante Felsmalereien und -gravuren, seltene Versteinerungen und eine wunderschöne Landschaft voller Überraschungen erwarten uns. Am Ende des ‘Ausflugs' werden wir in der Nähe vorislamischer Gräber übernachten. 25. Tag Faya Largeau Nach einem tollen Bad an einem großen Brunnen erreichen wir wieder Faya Largeau, genießen nochmals dessen bunten Markt und rüsten uns für die letzten 1000 km Fahrt.

26. – 28. Tag Erg Djourab und Bahr el Ghazal
Über eine neue Route durch den Erg Djourab, durch Savannen, vorbei an Wasserstellen und weidenden Rindern tauchen wir wieder in die grüne Welt des östlichen Tschadbeckens ein. Nomadisierende, bunt gekleidete Kereda und Daza queren auf Ochsen, Kamelen und Eseln wieder unseren Weg.

29. Tag Tschadbecken und Ndjamena
Bei unserer Ankunft in Ndjamena erwartet uns ein gepflegtes Hotel mit Swimmingpool.

30. Tag Ndjamena
Ein wohlverdienter Ruhetag. Spätabends Abflug nach Deutschland.

31. Tag Vormittags Ankunft in Deutschland.

Der Ablauf dieses Programmes wird geändert, wenn es gelingt, legal von Libyen aus in den Tschad ein- und auszureisen. Dies hätte sowohl logistische (Ausrüstung, Verpflegung, Fahrt mit unseren 4x4 MAN usw.), inhaltliche (An-, Abreise über Libyen) als auch preisliche (preiswerter) Konsequenzen. Terminlich würden sich Verschiebungen um wenige Tage ergeben (15.9. bis 13.10.97). Das Kernprogramm Tibesti und imnes bekri würde sich vom Zeitpunkt aber nicht von Zeitraum und Inhalt ändern.

Dieser Hinweis ist erforderlich, da es leider Anbieter gibt, die die Libyen/Tschad Variante anbieten, ohne einwandfreie Dokumente zu präsentieren (bei Tourabbruch oder -änderung wird dann von behördlicher Willkür gesprochen oder hohe Schmiergelder verlangt ...). Außerdem scheint durch sehr unqualifizierte Veröffentlichungen die Reisevariante durch Libyen auch sehr gefährdet zu sein! Wir werden alle Expeditionsteilnehmer ständig unterrichten. Top



Eingeschlossene Leistungen

Linienflug mit Air France Deutschland - Njamena/Tschad - Deutschland (kostenlose Anschlußflüge nach Paris von den meisten deutschen Flughäfen auf Anfrage möglich)
sämtliche Transfers und Überlandfahrten lt. Programm
geländegängige Fahrzeuge und Fahrer
volle, aber landesbedingt einfache Verpflegung
Hotel in Ndjamena Übernachtung/Frühstück
auf Tour Übernachtung in Zweimannzelten
örtliche Führer
deutsche Reiseleitung

Nicht im Reisepreis eingeschlossene Leistungen: Visa- und Meldegebühren, Fotopermit Getränke, Trinkgelder, Flughafengebühren, Einzelzimmerzuschlag in Ndjamena, Impfkosten, Ausgaben persönlicher Art (Souveniers etc.) Top



Anforderungen

Diese Reise wird im Expeditionsstil durchgeführt und hat mit üblichen Touristenarrangements nichts gemein. Sie ist hinsichtlich ihres Gesamtverlaufs einmalig und es gilt teilweise extrem schwierige Passagen mit den Fahrzeugen zu meistern. Neben Pisten aller Kategorien beinhaltet die Tour auch Erstbefahrungen von Teilstrecken. Das Gelingen der Reise ist von der aktiven Mithilfe jedes Teilnehmers sowohl bei schwierigen Fahrpassagen als auch beim Lagerleben abhängig. Körperliche Fitness, gute Psyche und ausgeprägter Teamgeist gehören dazu. Wegen des Klimas und Reisestils werden tagsüber kalte und abends warme Mahlzeiten angerichtet.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß sowohl Streckenführung als auch Zeitpläne den Umständen angepaßt werden können. Der beschriebene Reiseverlauf kann nur als Anhalt und Vorschlag gewertet werden. Die genaue Festlegung der Route und der zeitliche Ablauf des Programmes erfolgt in Absprache mit den Teilnehmern, bei unterschiedlicher Meinung entscheidet der Expeditionsleiter.Top



Hinweise

Der Tschad ist ein touristisch unerschlossenes Land. Unsere angebotene Reise in das Tibesti besitzt Expeditionscharakter. Das bedeutet, daß Straßenverhältnisse, Wetter, orgnisatorische Probeleme oder andere, nicht vorhersehbare Ereignisse eine Routen- oder Programmänderung erforderlich machen. Unsere Erfahrungen, insbesondere mit den tschadischen Behörden, Polizei und Militär waren äußerst positiv, sodaß wir unser Programm uneingeschränkt verwirklichen konnten. Dennoch müssen wir Sie um Verständnis für eventuelle Programmänderungen bitten.Top



Teilnehmertreff

Um die verschiedensten Aspekte dieser im Expeditionsstil durchgeführten Reise zu erörtern, werden sich alle Reiseteilnehmer einige Wochen vor der Abreise treffen. Historisches, Kulturelles, Verhalten in arabischen Ländern, Umweltfragen, Ausrüstung, Fahrzeuge, aktive Mithilfe und unser Kennenlernen werden im Vordergrund stehen. Natürlich werden wir uns intensiv über die Reiseroute unterhalten.Das Treffen findet voraussichtlich in München statt und ist für jeden Expeditionsteilnehmer ein Muß. Top



Termine & Preise

Momentan ist diese Reise nicht in absehbarer Zeit vorgesehen. Sie können sich jedoch gerne in unsere Interessentenliste eintragen lassen - wir informieren Sie dann umgehend, sobald wir diese Tour wieder durchführen.Top






Last update: 26.07.06 16:47:39
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