Aktuelle Informationen zu COVID-19

Hier finden Sie Artikel, Zeitungsausschnitte etc. zu aktuellen Themen in den unterschiedlichen Destinationen. Sie können sich über Ereignisse und Änderungen in Ihrem Reiseziel informieren! Foto: Botswana Tourism Board

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Liebe Kunden, liebe Afrika-Freunde,

wir hoffen, dass Sie alle gesund und wohlauf sind! In den letzten Wochen und Monaten sind wir alle in unterschiedliche Ausmaß vom Corona-Virus betroffen. In einem manchmal schmerzlichen Prozess mussten wir lernen, welche vor allem gesundheitlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen die Pandemie auf uns alle hat. Und noch haben wird, muss man leider hinzufügen. Wir schauen positiv in die Zukunft, auch wenn uns der Virus noch einige Zeit beschäftigen wird.

Als Veranstalter Ihrer Reise nach Afrika wollen wir Ihnen Stand 25. Mai 20 eine aktualisierte Übersicht über die Situation und unsere Einschätzungen hinsichtlich Ihrer Afrikareise geben.

Nach wie vor sind wir keine Hellseher, haben aber von Anfang an eine gute Prognose der Entwicklung geben können. Keine Änderungen ergeben sich unsererseits bei der Behandlung Ihrer gebuchten Reise:

1. Sie haben die Reise bei einem deutschen Reiseveranstalter mit Firmensitz in Deutschland gebucht und sind damit umfangreich durch das deutsche Reiserecht abgesichert. Alle Zahlungen, die Sie an uns geleistet haben, erhalten Sie entsprechend der gesetzlichen Regelungen wieder zurück. Ihr Geld wird Ihnen selbst im Falle einer Insolvenz zurückerstattet.

Die in diesen Tagen häufiger an uns gerichtete Frage, wie man bei im Ausland getätigten Direktbuchungen (also bei Buchungen, die der Kunde direkt im Ausland bei Hotels, Lodges oder Safariveranstaltern tätigt) an geleistete Anzahlungen oder Zahlungen herankommt, ist mit der Firma im Ausland zu klären und kann daher von uns nicht beantwortet werden. Für alle über uns gebuchten Leistungen stehen wir hier vor Ort in der Verantwortung.

2. Die von der WHO abgegebenen Erklärungen sind in keiner Richtung bindend. Das Auswärtige Amt gibt allgemeine und spezielle Reisewarnungen heraus. Diese sind nicht so zu verstehen, dass Sie damit eine Reise beliebig stornieren können. Reisewartungen des Auswärtigen Amtes sind (leider) zu oft sehr ungenau, zu allgemein gehalten, inhaltlich ungenau und tragen (leider) seit Jahrzehnten zu oft vermeidbarem Leid der Menschen in den betroffenen Ländern bei. Wir werden Sie über Reisewarnungen informieren und die Situation in der Destination genau mit Ihnen besprechen.

Liebe Kunden, wichtig ist es, die unterschiedlichen Ursachen und Folgen des „Nicht-Reisen“ zu verstehen:

A Sie haben jederzeit das Recht, die gebuchte Reise aus welchen Gründen auch immer zu stornieren: Es können Stornokosten entstehen, denn einige Agenturen / Hotels / Lodges vor Ort akzeptieren keine kostenfreien Stornos, die über einen Zeithorizont in der Regel von 2 bis 3 Monaten hinausgehen.

Bitte beachten Sie, dass die Regelungen einer Reiserücktrittsversicherung keine Ersatzansprüche bei Ihrem Storno wegen Corona vorsehen ! Die Furcht vor Corona ist nicht versichert. Sie sind nur versichert im Falle Ihrer Erkrankung oder der Ihres Reispartners, Todesfall in der Familie, Arbeitslosigkeit usw. – siehe Vertragsbedingungen.

B Ihr Heimatland (Ausreisebedingungen, Wiedereinreise, Reiseverbote, spezielle Reisewarnungen des AA usw.) oder das Zielland (Einreisebedingungen, Quarantänevorschriften, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit usw.) machen die Reise unmöglich. Wir zahlen Ihre Anzahlung zurück oder buchen die Reise kostenlos um oder verschieben die Reise kostenlos bis zu einem Jahr.

C Wir sagen die Reise ab. Das geschieht zu dem Zeitpunkt, der die Reisedurchführung unrealistisch erscheinen lässt. Dazu zählen auch die unter B genannten Gründe. Der Zeithorizont unserer Absage liegt bei spätestens 2 Monaten vor Reisebeginn. Es entstehen keine Stornokosten. Wir zahlen die Anzahlung zurück oder Sie verschieben die Reise bis zu einem Jahr ohne jegliche Umbuchungskosten.

Die unter B und C bezeichneten Reisen kennen keine Stornokosten. Sollten Leistungsträger Stornokosten verlangen, werden diese durch uns übernommen.

Damit steht fest, dass alle Stornos für zeitnahe Reisen mit einer Geldrückzahlung oder Umbuchung verbunden sind und dass mittel- und langfristige Reisen kostenlos verschoben werden können. Das „kostenlos“ müssen wir insofern einschränken, da wir eventuelle Preiserhöhungen der Leistungsträger (die wir weniger erwarten), Ihre Wünsche nach z. B. Zimmerupgrades oder einer anderen Reisesaison oder die Erhöhung von Steuern und Gebühren (z. B. Nationalparkgebühren) an Sie weiter geben müssten.

Wichtige Zusammenhänge des Reisens in Corona-Zeiten:

Flüge:

Die von uns vermittelten Flüge müssen mit den Bedingungen der jeweiligen Airline geprüft werden. Generell kann man sagen, dass die Airlines großzügige Regelungen anbieten und dies auf deren Homepage darlegen. Wir helfen Ihnen gerne.

Mit dem Flugzeug nach Afrika reisen:

Unsere Bedenken hinsichtlich einer Reise im Flugzeug haben sich glücklicherweise zerstreut. Nicht nur dass keine Ansteckungen bei Flügen bekannt sind, hat sich herausgestellt, dass durch das Belüftungssystem im Flugzeug eine Ansteckung praktisch nicht möglich ist. Dies hängt mit der „vertikalen“ Belüftung zusammen (wie im OP) und setzt den Betrieb der Belüftung von Einstieg bis Ausstieg voraus (was alle Airlines nun vorsehen).

Reisebeschränkungen im Zielland:

Wir sehen davon ab, die momentanen Vorschriften der von uns angebotenen Reiseländer laufend darzustellen. Die Meldung, dass z.B. Tansania ab SOFORT die Einreise von Ausländern per Flugzeug ab sofort wieder erlaubt ist, ist für uns völlig realitätsfern, um nicht zu sagen unverantwortlich. Weder die Zahlen noch die ärztliche Versorgung, die grundlegenden Regeln des Verhaltens seitens der Bevölkerung und vor allem des Perwsonals usw usw. sind vor Ort akzeptabel. Wir werden also jede Destination auf die Bereisbarkeit hin überprüfen und unsere eigenen Sicherheitsregeln in Ihrem Sinne aufstellen. Lassen Sie sich nicht von einer angebliche jahrelangen Führerschaft als Afrikaspezialist verführen, sondern vertrauen Sie unserer nachweislich 52-jährigen Kompetenz in Afrika. Wir stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Reiserücktrittsversicherung:

Bei den als Jahresversicherung abgeschlossenen Verträgen zeigt sich die Allianz AG als sehr unkulant, da sie keinerlei Aussetzung, Verschiebung oder Minderung erlaubt.Bei Einzelverträgen gibt es hingegen Möglichkeiten des Verschiebens. Wir helfen Ihnen gerne.

Reisen nach Afrika?

Als Reiseveranstalter sind wir von der Entwicklung der Corona-Pandemie zu 100% betroffen und haben deshalb auch jedes Verständnis für Ihre Bedenken, Ihre Sorgen und Ihre Fragen. Sie können uns vertrauen, da Sie uns als Kunden am Herzen liegen und wir Sie nicht verlieren wollen. Unsere Entscheidungen fällen wir in Ihrem Sinne!

Aus verschiedenen Gründen empfehlen wir die Reise zu verschieben anstatt zu stornieren. Sie verlieren damit nichts. Sie sind, wenn es wieder aufwärts geht, ganz vorne dran und Sie können sich einer bevorzugten Behandlung sicher sein. Wir werden auch mit Sicherheit die Kapazitäten vor Ort genau im Auge behalten, da es bei einer Pandemie in verschiedenen afrikanischen Ländern mit Sicherheit zu Verwerfungen in diversen Bereichen kommen wird, auf die wir reagieren müssen und reagieren werden.

Eine Reiseverschiebung bietet natürlich uns und auch unseren Partnern und Freunden in Afrika eine Perspektive, die zum Durchhalten motiviert! Reisende sind ein so wichtiger Motor, sowohl für die Menschen in Afrika als auch für den Schutz von Natur und Tier!

Wir sind übrigens sehr stolz auf unsere Kunden! Bis dato gab es keine einzige Panikreaktion, nur zwei Stornos (!), ansonsten Reiseverschiebungen im zeitnahen Bereich. Im mittel- und langfristigen Bereich wird abgewartet. Ja, wir unterstützen alle Kunden und Interessenten, Ihre Planungen ganz normal weiter zu betreiben und sich damit nicht nur Kapazitäten ohne finanzielles Risiko zu sichern, sondern einen extrem wichtigen Beitrag zum Überleben von Menschen zu leisten.

Selbstverständlich werden wir täglich gefragt, wie wir die weitere Entwicklung einschätzen. Dabei müssen wir die Situation hier bei uns in Europa und in den Reisezielgebieten getrennt betrachten.

Die tatsächlichen Folgen der Epidemie und deren Dauer sind nach wie vor nicht sicher. Sicher ist nur, dass alle unsere Kunden in unterschiedlicher Weise davon betroffen sind und Reisen zumindest nicht mehr so selbstverständlich sein oder gar einen neuen Stellenwert erhalten werden.

Unsere Reisen führen ausschließlich in Länder, die durchweg, mangels Ressourcen jeglicher Art, nicht in der Lage sein werden, eine Pandemie dieser Dimension zu bekämpfen. Erstaunlicherweise sind die Infiziertenraten und Anzahl der Toten in unseren Destinationen vergleichsweise sehr gering. Die weitere Entwicklung ist abzuwarten, denn es kann immer noch zu hohen Werten mit Verwerfungen für Gesellschaft und Staat kommen. Wir beobachten die Entwicklung und unsere ganze Hoffnung besteht darin, dass unsere afrikanischen Freunde grundsätzlich ein besseres Immunsystem besitzen und dass es ihnen gelingt, in dieser Situation Kinder und alte Menschen gut zu schützen. Je kürzer die Pandemie andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es in den Ländern relativ ruhig bleibt, keine Flüchtlingsströme entstehen und möglichst viele Firmen überleben. Eben alles Dinge, die erforderlich sind, um den Tourismus wieder in Gang zu bringen.

Das Einkommen durch den Tourismus steht in diesen Ländern überall an den vordersten Stellen. Wie für uns die Autoindustrie, stellt der Tourismus in den meisten Ländern die Haupteinnahme- , in einzelnen Ländern die einzige Einnahmequelle und nachhaltigste Beschaffung von Arbeitsplätzen dar. Viele Menschen in unserem Land werden durch Covid-19 erst jetzt verstehen, was es bedeutet, wenn durch unbedachte, übertriebene, zu wenig spezifizierte Reisewarnungen in den letzten Jahrzehnten zehntausende Arbeitsplätze z.B. in Kenia wiederholt vernichtet wurden … so hagelt es zur Zeit weltweit Reiseabsagen wegen der Heuschreckenplage in Kenia. Obwohl diese Plage keinerlei Effekte für den Tourismus im Lande hat (kein örtlicher Zusammenhang!), werden wieder mal tausende Arbeitsplätze im Tourismus (Hotel- und Lodgepersonal aller Ebenen, Zulieferer, Transport, Guides usw.) wegen oberflächlicher, meist auch reißerischer Berichterstattung vernichtet, anstatt unsere Solidarität (für eine Umweltkatastrophe, für die wir höchstwahrscheinlich Verursacher sind) zu zeigen und den Menschen gerade in dieser Situation zu helfen. Der Preis wäre eine einfache Recherche und eine seriöse Berichterstattung.

Es geht beim Reisen schon immer vornehmlich darum, andere Länder zu bereisen, um neben Landschaften einen authentischen Einblick in andere Gesellschaften und Denkwelten zu erhalten und damit die Befähigung zu erlangen, fundierte Urteile abzugeben. Es geht „nebenbei“ um die Erhaltung von Landschaften, Pflanzen- und Tierwelten. Außer Ruanda und Botswana ist keines der Länder in Afrika auch nur im entferntesten dazu in der Lage, diese gewaltigen, unter Schutz stehenden Ökosysteme zu finanzieren. Die Ausrottung der afrikanischen Tierwelten ist ohne Tourismus unausweichlich, selbst die Serengeti würde in kürzester Zeit zum landwirtschaftlichen Nutzgebiet …

Hoffentlich gibt es immer eine ausreichende Zahl an Menschen, die in den Flieger steigen und die unter Naturschutz gestellten Gebiete besuchen und damit den entscheidenden Beitrag zu deren Überleben leisten. Gerne erinnern wir an unseren jahrelangen Kampf für den Besuch von Berggorillas durch Touristen, womit deren Überleben tatsächlich (vorerst!?) gesichert wurde. Wir wollen gar nicht daran denken, wie Covid-19 die im Moment leeren Nationalparks der aus Asien befeuerten Wilderei ausliefert.

Vielleicht betrachten auch Sie Ihre Reise nach Afrika als ein Projekt, als einen Beitrag zum Fortkommen und Wohlsein der Menschen und als Projekt und Beitrag zum Überleben der einmaligen Tier- und Pflanzenwelten in Afrika. Wir würden uns so sehr wünschen, dass Sie Ihre nächste Reise unbedingt in die Nationalparks Afrikas führt und Sie Ihre Städte-, Strand-, See- und sonstige Reisen auf später verlegen!

Unser Beitrag zu Covid-19 ist etwas lang geraten. Wir meinen aber, dass Sie all dies unbedingt wissen und unsere Position kennen lernen sollten. Als Reiseveranstalter fühlen wir uns verpflichtet, Sie zu informieren und in Ihrem Sinne zu handeln. Wir wollen Sie als Kunde behalten und Sie als Interessent für Ihre zukünftigen Reisen in unser geliebtes Afrika gewinnen.

Am liebsten würden wir die Koffer sofort packen um z.B. in die Serengeti zu reisen. Die Erinnerungen an meine erste Reise durch die menschenleeren Weiten der Serengeti mit ihren Millionen Tieren vor 40 Jahren könnte man unerwarteter Weise genau jetzt auffrischen ….

Nach der Pandemie, wenn dann alles vorüber ist, werden wir es nicht mehr als selbstverständliche Freiheit betrachten, in der unberührten Natur zu verweilen, im Schatten einer Akazie die Great Migration zu beobachten, die Elefantenherden im gleißenden Licht über die Savanne ziehen zu sehen, die atemberaubenden, afrikanischen Sonnenuntergänge zu genießen oder einfach am Lagerfeuer zu sitzen und uns unsere Erlebnisse in der Wildnis zu erzählen.

Gerne stehen wir für Fragen zur Verfügung. Wir wünschen beste Gesundheit und eine gute Hand auf dem Weg durch diese schwierigen Zeiten.

Klaus Cholewa und Ihr Team von Globetrotter Select