FAQ

Hyrax

Sie haben Fragen zur Durchführung,Reisezeiten und Ausrüstung für Ihre Safari, Bergbesteigung oder Rundreise? Hier finden Sie unsere Antworten zu Themen und Fragen, die uns häufig begegnen:

 

FAQs zum Thema: Afrika

Reisen ausgerechnet nach Afrika?

Die weltweit größte und dichteste Vielfalt an Ethnien, Fauna und Flora findet sich auf dem afrikanischen Kontinent – Tourismus ist der elementare Beitrag zum Erhalt derselben.

Wenn die Serengeti nicht sterben soll, müssen wir hinreisen. Wenn die Gorillas nicht ausgerottet werden sollen, müssen wir Sie besuchen... die persönlichen Begegnungen mit fremden Menschen und Kulturen sind unersetzlich....

Wie gefährlich ist Afrika?

Wir meiden Länder und Landstriche mit erhöhten Risiken, sind gut informiert und haben 50 Jahre Afrikaerfahrung.

Sie können grundsätzlich davon ausgehen, dass wir Sie nur in Länder und Landesgegenden schicken, in denen Sie keinen besonderen oder außergewöhnlichen kriminellen oder terroristischen Risiken ausgesetzt sind. Jedes Land der Welt birgt Risiken. Zum einen gibt es Risiken, die auch in unserem Land anzutreffen sind und zum anderen gibt es Risiken, die oft spezifisch für das bereiste Land sind, aber oft mit anderen Risiken in unserem Land vergleichbar sind. Über die Jahrzehnte haben wir Länder als Reiseziele aufgenommen und wieder abgesetzt, da Globetrotter Select als privat-haftende Einzelfirma schon immer eine besondere Aufmerksamkeit gegenüber Reiserisiken walten lässt. Gerne geben wir Ihnen unsere Einschätzung von Risiken in den verschiedenen Reiseländern und -gegenden Auskunft.

Zeitdifferenzen Afrika / Europa?

 

Ich bin ein Freund langer Anreisen. Man hat Zeit sich um- und einzustellen. Und nach Afrika praktisch ohne Jetlag, denn die maximale Zeitdifferenz beträgt nur 2 Stunden!

Welche Reise-Impfungen benötige ich?

 

Wir sind als Reiseveranstalter dazu verpflichtet, Sie für jegliche Impfberatungen und Fragen der Einnahme von Medikamenten an einen Arzt zu verweisen. Wir können Ihnen keine Ratschläge hinsichtlich der Notwendigkeit oder Sinnhaftigkeit von Impfungen oder der Einnahme von Medikamenten geben. Sollten Sie uns über diese Themen Fragen stellen, so spiegeln unsere Äußerungen lediglich unsere persönliche Meinung wieder (die zu äußern in unserem Lande im Moment noch möglich ist) und die nicht als Ersatz eines ärztlichen Ratschlags zu werten sind. Extrem wichtig ist das Wissen um Risiken und wie man diese vermeiden kann. Richtige Kleidung, richtiges Verhalten und das Wissen über Krankheitsübertragungen und -symptome sind oft wichtiger als der oft vermittelte Glaube an Salben, Pillen oder Medikamenten. Wenn Sie unsere Meinung zu bestimmten Impfungen erfahren möchten, bitte rufen Sie uns an.

Die beste Reisezeit für Afrika?

 

Die Frage muss auf Länder oder Regionen reduziert werden. Sie macht eigentlich auch keinen Sinn. Man muss erst fragen, was Sie machen oder erleben wollen, dann können wir Ihnen sagen wann Sie wohin reisen müssen, um Ihre Träume zu erfüllen! Wir geben allgemeine Wetter-Hinweise für einzelne Länder und Regionen.

 

FAQs zum Thema: Zelt-Safari in Tansania

Wieso brauche ich für eine einfache Zeltsafari zwei zusätzliche Leute?

Der Grundsatz bei Globetrotter Select lautet: wir verkaufen keine Camping- und Kochkurse, keine Zeltaufbau-, -abbau, keine Zeltverpackungs- und -schleppkurse, keine Kartoffelschäl- und Zwiebelschneidekurse. Wir verkaufen Safaris und überlassen alle notwendigen, zeitraubenden Tätigkeiten im Rahmen einer Safari anderen Menschen. Sie sind 8000 Kilometer angereist, um Menschen, Landschaften, Tiere und Pflanzen zu sehen und zu erleben. Wir brauchen einen Koch und einen Campassistant, die das nötige Arbeitsvolumen nur zu zweit schaffen können: Entladen des Trailers, Aufbau der Zelte, Aufbau der Küche, Kochen, Servieren, Spülen, Waschen, Aufräumen, Reparieren, Verpacken, Verladen, Sie mit einem kühlen Drink im Camp empfangen … die Arbeit beginnt spätestens um 5.00h und endet frühestens kurz vor Mitternacht.

Nicht zu vergessen: wir bringen zwei Menschen in Brot!

Crew Select-Zelt-Safari

Kann man bei der Select Zelt Safari den personellen Aufwand nicht reduzieren?

Bei einer Select Zelt Safari werden Sie innerhalb des Nationalparks an einer Stelle übernachten, an der es nichts gibt: kein Zimmer, kein Bett, keinen Stuhl, kein Restaurant, keine Toi, keine Dusche, keine Küche, keinen Teller, keinen Tasse und nichts zu trinken.... einfach nichts. Das bedeutet, wir müssen für Sie ein voll funktionierende Infrastruktur aufbauen. Kurz gesagt: Koch, Waiter und Campassistant haben vor der Safari alles eingekauft, verladen und sind mit einem Versorgungsfahrzeug einschließlich Ihrer Weinbestellung in die Wildnis gefahren. Haben dort Ihre Wohnung mit Mobiliar aufgebaut, ein Restaurant errichtet und eine komplette Küche zum Laufen gebracht. Der Tagesablauf sieht so aus, dass der Koch spätestens um 4.30h in der Küche steht und das Frühstück vorbereitet. Der Waiter deckt auf, macht das Feuer, bringt Ihnen den Morgenkaffee/-tee zum Zelt, weckt Sie auf, füllt mit dem Campassistant die Dusche, serviert das Frühstück, verpackt das Picniclunch … schützt tagsüber den Koch beim Arbeiten, da dieser in Lebensgefahr schwebt … räumt auf, putzt, wäscht, bereitet das Camp-Welcome vor, Dinner eindecken, Geschirr vorwärmen.....der Campassistant hat mit dem Versorgungsfahrzeug tagsüber Trinkwasser eingekauft, Duschwasser besorgt, Lager- und Küchenfeuer bedient, Sundowner und Nachtbeleuchtung vorbereitet und verteilt.... und der Koch wird noch bis Mitternacht Essen kochen, wenn Sie und der Guide nach dem Dinner beschlossen haben, am nächsten Morgen mit einem Picniclunch auf Pirsch zu fahren.... und diese drei Leute sind dazu in der Lage, an einem Tag Ihr Privatcamp abzubauen, 100 km zu verlegen und Ihnen um 20 Uhr das Dinner am neuen Lagerfeuer zu servieren.

Dazu brauchen wir drei Leute, die sehr stolz sind auf ihr Können und ihr Wissen. Wir bieten diese Art der Safari nicht nur wegen der einmaligen Authentizität an, Sie bedeutet für drei einheimische Einkommen, das nicht, wie so oft, in den Taschen internationaler Hotelkonzerne, sondern direkt in tansanischen Familien landet!

Wir haben nur eine sehr begrenzte, von uns über die Jahre ausgebildete Anzahl an Teams, die dazu in der Lage sind UND die Erfahrung haben, Ihnen den Aufenthalt in der wirklichen Wildnis zu ermöglichen, Ihnen einen einmaligen Genuss zu gewähren, Sie zu schützen, auch wenn Löwen, Elefanten und andere Interessenten durch Ihr Camp latschen oder sich für die Küche interessieren...

 

Das Angebot von Globetrotter Select ist einmalig.

Wir brauchen den „Firlefanz“ mit Porzellan, Gläsern und Tischtuch nicht!

Sieht man sich die Bilder von unseren Zeltsafaris in Tansania an, so fühlen sich viele Leute zu der Kennzeichnung „Firlefanz“ oder „Reisen im Kolonialstil“ veranlasst. Eine völlige Fehleinschätzung mangels Erfahrung. Sollen wir Pappendeckel oder Aluminium und zerkratztes Plastikgeschirr und - -besteck benutzen? Mit welcher Chemie und wievielen Waschgängen sollen wir Ihr tägliches Geschirr reinigen? Oder soll jeder Teller nach einmaligen Gebrauch im Müll landen?

Wer auf einem sauberen Tischtuch Gläser und Porzellan vorfindet weiß und sieht, dass er bedenkenlos essen und trinken kann, ohne Erkrankungen fürchten zu müssen. Nichts ist auf Reisen mit so wenig Wasser und Chemie sauber zu halten wie Gläser und Porzellan. Es gibt somit keine umweltfreundlichere Art des Reisens in der Wildnis! Von Stil und Ambiente nicht zu sprechen.

Select-Zelt-Safari

Gerne essen wir „afrikanisch“!

Das ist kein Problem, solange Sie die Küche unserer Crews einmal probieren wollen. Selbst eine Verpflegung mit dieser afrikanischen Kost über die ganze Zeit einer Zeltsafari wäre möglich. Wir weisen aber ausdrücklich darauf hin, dass eine Umorientierung NICHT möglich ist und wir sind 100% davon überzeugt, dass Sie keinen Spaß daran haben werden!!

Wir wollen, dass die Crews mit uns am Tisch sitzen!

Bitte glauben sie uns, dass Sie den Crews damit keinen Gefallen erweisen. Erstens essen die Crews ihr gewohntes Essen  viel lieber. Zweitens essen die Zeltcrews zu einem anderen Zeitpunkt, das Teilen mit Ihren Essenszeiten wäre eine glatte Verlängerung der Arbeitszeit - auch für den Guide. Wie schon beschrieben ist der Guide von Morgengrauen bis zum Bettgehen für Sie da und in der Regel 10 bis 12 Stunden direkt mit Ihnen im Auto zusammen; er freut sich sehr, ein wenig Zeit für sich zu haben oder mit Kollegen zu verbringen und nicht noch den Abend mit Ihnen am Tisch zu verbringen. Es bleibt mehr als genügend Zeit mit allen Beteiligten zu kommunizieren. Dies ist auch seitens der Crews so besprochen.

Gibt es Duschen auf der Zeltsafari?

Auf den Public Campsites gibt es i.d.Regel öffentliche Duschen.
Bei den Select Zelt Safaris können Sie sich jeden Tag duschen, das Wasser wird vom Campassistant erwärmt.

Dusche Select-Zelt-Safari

Warum ist bei den Zeltsafaris in Tansania kein Kühlschrank dabei?

Wir lehnen jede Verwendung eine Kühlschrankes bei unseren Zeltsafaris aus mehreren Gründen ab. Die wesentlichen Gründe der Ablehnung sind:

1. Ein Kühlschrank setzt den Einsatz eines Generators (nur ein Generator schafft den Kühlungsbedarf für Safaris ab zwei Personen in diesem Klimabereich) voraus. Ein aus ökologischen Gründen (wir fördern sanften Tourismus wo immer möglich) absolutes "NoGo".

2. Wir wollen nicht daran denken, welche Kommentare wir von unseren Kunden bekommen, wenn ein Generator in Ihrem Privat Camp im Nationalpark läuft oder evtl. ein Dutzend Generatoren auf der Public Campsite laufen...

3. Wir wissen, welche Konsequenzen dies für das Tierverhalten hat. Mit einem Generator werden alle Tiere in der Umgebung vergrault. Tiere haben übrigens auch ein "Gedächtnis"…

4. Wir versuchen in unseren Programmen und Gesprächen, den Kunden zu vermitteln, dass es sich bei unseren Select-Zelt-Safaris (die so niemand in Ostafrika anbietet) um eine Reiseart handelt, die ein Gefühl von "Out of Africa" und unvergleichlicher Authentizität erleben lässt. Das geht mit einem Generator natürlich nicht.

5. Und was passiert, wenn der Kühlschrank und/oder der Generator die Reise auf den wunderbaren „Straßen“ (Arusha - Mara: 650 km one way) nicht überlebt hat? Reise abbrechen? Kühlschrank/Generator einfliegen? Geld an den Kunden zurück?

6. Die Ergebnisse für die Getränkekühlung z.B. mit unserer Papier-Luft-Methode sind sehr gut.

7. Wir sind selbstverständlich in der Lage, Ihnen z.B. eine Lodge/Tented-Camp Safari mit ständig gekühlten Getränken anzubieten.

 

FAQs zum Thema: Bergbesteigungen

Wann sind die besten Zeiten für die Besteigung der höchsten Berge Afrikas?

Ostafrika: Januar, Februar und Juli bis Anfang Oktober.

Marokko: Mai bis Oktober

Was ist die schönste Route auf den Kilimanjaro/Mt. Kenia/Ruwenzori?

Wir kennen alle Routen der von uns angebotenen Berge Afrikas. Wir werden Ihnen alle vorstellen und Ihnen zu der zweckmäßigsten Route raten.

Wie sind die Chancen, den Gipfel zu erreichen?

Je mehr Zeit Sie Ihrem Körper zur Akklimatisation geben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, den Gipfel zu erreichen. Ein geringer Prozentsatz ist auch bei längerer Akklimatisation nicht in der Lage, bestimmte Höhen zu überschreiten, da der Körper nicht in der Lage ist, ausreichend rote Blutkörperchen zu produzieren. Zeit- und Routenplanung spielen eine extrem wichtige Rolle für die drei höchsten Gipfel Afrikas. Ausstattung, Gruppenbildung, Organisation sind auch sehr wichtige Faktoren. Wir beraten Sie gerne.

Wie hoch sind die Gebühren am Kilimanjaro?

Die staatlichen Gebühren für eine Kilimanjarobesteigung liegen für 6 Tage am Berg mit zwei Teilnehmern auf einer Zeltroute zur Zeit bei 951 USD pro Person inklusive 2 Guides, 1 Koch und 9 Trägern. Schauen Sie sich die Preise einzelner Veranstalter an und rechnen Sie mal nach, was nach Abzug für Essen Kunde und Mannschaft, Gas, Zelte, Ausrüstung, Profit Agentur vor Ort, Profit Reiseveranstalter und Kommission Reisebüro noch für das Einkommen der Berg-Crew übrig bleibt!

Wozu brauche ich Träger, ich kann mein Zeug selbst tragen?

Kein Mensch der Welt kann das „Zeug“ für eine mindestens 5tägige Bergtour, die auf fast 6000 m Höhe führt, selbst tragen. Ginge man also nur mit einem Guide, dessen „Zeug“ auch getragen werden muss, so wird spätestens bei der Frage „was passiert, wenn etwas passiert?“ der Fatalismus dieses Ansinnens erkennbar. Und die tansanische Parkverwaltung gibt die Nutzung des Nationalparks zudem nur unter Berücksichtigung einer nachhaltigen Nutzung für die lokale Bevölkerung frei.

Sind so viele Träger notwendig?

Ja. Die Parkverwaltung hat endlich Vorschriften erlassen, die das Tragegewicht der Träger reduziert und eine höhere Anzahl an Trägern verlangt und wodurch mehr Menschen Beschäftigung bieten und einer Ausbeutung der Träger vorbeugen soll. Leider gelingt es offensichtlich bestimmten Billigangebots-Firmen über Schmiergeldzahlungen an den Gates Gewichts- und Personalvorschriften zu umgehen. Wir hielten uns schon immer an die jetzt neuen Vorgaben, denn wir haben schon immer die Träger mit Gewichten bis max. 25kg (Gategewicht) laufen lassen.

Für den Kunden bedeutet dies einen höheren Preis und einen erhöhten möglichen Trinkgeld-Aufwand. Wir haben sogar die Bergagentur schon gewechselt, um für Guides und Träger eine „vernünftige“ Bezahlung sicher zu stellen. Der Begriff „vernünftig“ ist natürlich relativ. Das Einkommensgefüge für Guides und Träger lässt sich von hier aus nicht ändern, geschweige denn steuern. Die Durchsetzung von Maximalforderungen für die Guides und Träger ist aufgrund der Vielzahl Arbeit suchender Menschen nicht möglich. Zumal Küche und Träger ein vom Guide gesteuertes Paket sind, wird der Guide die Kosten dieser Mannschaft versuchen so gering wie möglich zu halten und für diverse Agenturen attraktiv zu bleiben. Sehr viele, gerade gute Guides arbeiten mit verschiedenen Agenturen, um das Arbeitsvolumen ganzjährig hoch zu halten.

Absprachen mit Guide und den Mannschaften zusammen sind eine Möglichkeit das Einkommen bei Aufträgen von uns besser zu gestalten, sie sind aber nur ein Teil der Beschäftigung übers Jahr. Die Zahlung höherer Prämien und Tagessätze sind ein Bestandteil unserer Fürsorge. Dazu zählt auch die Trinkgeldempfehlung, die natürlich für alle Beteiligten ein Teil des Einkommens darstellt.

 

Diese Zusammenhänge katapultieren unsere Preise nach oben und machen uns im Vergleich zu deutschen Veranstaltern zu einem teuren Anbieter. Das hat uns schon immer sehr viele Kunden gekostet. Das macht uns aber nichts aus, denn wer von Passion oder Liebe zu Afrika spricht, wer noch nie einen Unfall bei einer Bergbesteigung wo auch immer verursacht hat, der muss sich in erster Linie um die Menschen sorgen und nicht nur von Nachhaltigkeit sprechen, sondern tatsächlich danach handeln! Das gibt allen Beteiligten Sicherheit und ein gutes Gefühl!

Kann man einen Schlafsack für die Bergbesteigung vor Ort leihen?

 

Schlafsäcke und -unterlagen sind nicht im Ausrüstungsverleih. Eine angemessene Reinigung von Schlafsäcken nach jedem Einsatz ist in Ostafrika nicht möglich und würde außerdem die Leistung jeden Schlafsacks in kürzester Zeit zerstören. Wir wollen uns auch das Ergebnis einer Laboruntersuchung eines Leihschlafsackes nicht mal vorstellen....!

 

FAQs zum Thema: Trinkgeld in Ostafrika

Warum ist das Trinkgeld nicht im Reisepreis integriert?

Trinkgeld zu geben ist ein Zeichen persönlicher Wertschätzung für erbrachte Dienstleistungen einer Person und kann niemals von uns oder sonst jemanden vorausbestimmt oder verlangt werden. Die Integration eines Trinkgeldes ist nicht nur ungerecht, eventuell sogar ungerechtfertigt und in jedem Falle eine Entmündigung des Dienstleistenden. Arbeitsbereitschaft und Servicefreudigkeit kann man nicht über einen Kamm scheren. Die Höhe des Trinkgeldes ist eine sehr individuelle Angelegenheit und ist jedem Reisenden zu überlassen.

Wonach richtet sich die Höhe der Trinkgeld-Empfehlung?

Kurz gesagt: Trinkgeld ist erst mal die einzige „Geldgabe“ eines Touristen, die direkt in die Hände eines Einheimischen gelangt. Sie spiegelt die persönliche Einschätzung und Anerkennung des Touristen für die geleistete Arbeit. Dabei ist es unerheblich, ob z.B. der Koch schon lange mit uns arbeitet oder ganz neu ist, ob er viel oder wenig verdient; die Trinkgeld-Empfehlung ist für alle gleich. Dabei orientieren wir uns nicht an die Empfehlungen anderer Veranstalter oder Reiseführer und schon garnicht an das unterste Niveau.

Ausführlich gesagt: Trinkgeld Empfehlungen geben wir, da wir danach gefragt werden. Die Empfehlung ist unverbindlich. Bei unserer Trinkgeldempfehlung richten wir uns nach unserer Erfahrung aus 50 Jahren Reisen in Afrika und unserer Kenntnis über die branchenüblichen Einkommen. Gerne wird das Einkommen eines Lehrers als Maßstab für ein Trinkgeld genommen. Lehrer haben sehr viele finanzielle Privilegien für sich und die Familie, die man zum Gehalt hinzurechnen müsste (Krankenversicherung, Rentenanspruch, Wohnung usw.). Wir betrachten die Höhe unserer Trinkgeld-Empfehlung (im internationalen Vergleich zu unseren Kunden aus England, Italien, Frankreich, USA usw.) als niedrig. Das hängt damit zusammen, dass im deutsch-sprachigen Raum sehr wenig Trinkgeld gegeben wird (die Gründe und Hintergründe können wir hier nicht ausführen), was offensichtlich dazu führt, dass die Menschen in den touristisch erschlossenen Teilen Afrikas oft keine Lust mehr haben, für Leute aus dem deutsch-sprechenden Raum zu arbeiten. Das merkt man sehr stark, wenn Hotels, Agenturen und Leistungsträger bei Buchungen die Auswahl haben, wem sie bei einer Mangelsituation eine Buchungsbestätigung geben …. jeder Campmanager achtet darauf und freut sich, wenn das Personal möglichst hohe Trinkgelder erhält. Und da gibt es erfahrungsgemäß große Unterschiede (auch hinsichtlich der Zufriedenheit und Kritikwut).

Um unsere Einschätzung über die Höhe des Trinkgeldes vielleicht besser zu verstehen, noch ein paar Bemerkungen gerade bezüglich einer Zeltsafari:

Hier arbeiten insgesamt 4 Personen über mindestens 6 Tage, mindestens von 5 Uhr morgens bis mindestens Mitternacht ausschließlich für den Kunden (ich spare mir eine Aufzählung was gearbeitet wurde und was vor und was nach  der Safari noch alles von der Crew besorgt und erledigt werden muss…..) und das hunderte Kilometer von zuhause und unter Bedingungen, für die in Deutschland kein Mensch auch nur einmal den kleinen Finger rühren würde. Eine Hochrechnung, was die erbrachten Leistungen dieser Menschen (freundlich, geduldig, fleißig und mit hohem persönlichen und teilweise lebensgefährlichen Einsatz) in Deutschland oder Europa kosten würden…, wollen wir uns hier ersparen. Die Leute erhalten von uns ein Einkommen, Tagegelder und darüber hinaus diverse Leistungen. Nachdem wir Trinkgeld für einen deutschen Kellner für das Servieren von Essen und Trinken akzeptieren und die Aussicht auf Trinkgeld ihn zu freundlichem und aufmerksamen Verhalten wenigstens über 2 Stunden  motivieren sollte, haben wir uns gedacht, dass unser tansanisches Personal für deren ungewöhnliche und umfangreiche Arbeit sich das von uns vorgesehene Trinkgeld verdient hat.

Ist das Trinkgeld für den Safariguide angemessen?

Unsere generelle Empfehlung für unsere Safariguides lautet im Moment 20 USD pro Tag pro Gruppe. Da unsere Safaris in Ostafrika kein km-Limit und kein Zeit-Limit kennen, sind unsere Guides in der Regel von 5h morgens bis ca. 22h abends für Sie da. Ohne Unterbrechung. Dabei kümmern sie sich um Ihr Befinden, Ihre Safarinhalte, das Fahrzeug, Essen und Trinken, Pausen und Routen, halten Kontakt zu anderen Guides und der Parkverwaltung, fahren Sie sicher auf schwierigsten Pisten und finden nebenbei in der Wildnis alle möglichen Tiere....

 

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