Ruwenzori-Besteigung

Ruwenzori Globetrotter Select 1998

Die Besteigung des Ruwenzori führt durch geheimnisvolle Pflanzenwelten, mit Tussock-Grasbüscheln gespickte Sümpfe, glasklare Seen  und ein Meer aus Eis und Schnee, bis auf die Margherita Spitze in 5109 m. 1998 haben wir den „Regenmacher“ zum ersten mal bestiegen und waren verzaubert von den gigantischen Pflanzenwelten. Nach der 9-tägigen Bergbesteigung geht es zum Queen Elizabeth Nationalpark, um bei einer kleinen Safari die Reise ausklingen zu lassen.

 

1. Tag Uganda
Ankunft in Entebbe und Transfer nach Kampala. Übernachtung im Cassia Lodge. ÜF

2. Tag  Ruwenzori Mountains/Kasese
Von Kampala aus fahren Sie entlang des Victoria See über Mbarara und durch den Queen Elisabeth National Park bis nach Kasese (Fahrtdauer ca. 7 Std.). Die hervorragende Teerstraße führt durch eine sehr fruchtbare und abwechslungsreiche Landschaft, die von gepflegten Tee- und Bananenplantagen beherrscht wird. Im Margherita Hotel ruhen Sie sich von der langen Anfahrt aus, ÜF.

3. Tag  Nyabitaba Hütte
Eine kurze Autofahrt bringt Sie nach Ibanda, dem Ausgangspunkt unserer Ruwenzori-Besteigung. Nach der Einteilung von Führer, Trägern und Gepäck beginnt gegen Mittag der Aufstieg entlang des Mubuku River, vorbei an teilweise terrassierten Feldern der Bakonjo Bergbauern, durch meterhohes Elefantengras und immer dichter werdenden Tropenwald. Nach ca. 5 Stunden zeigt sich unmittelbar nach einem Rockshelter die Nyabitaba Hütte (2650 m), VP.

4. Tag  John Matte Hütte
Aufstieg zur 3400 m hohen John Matte Hütte. Ein anstrengender aber phantastischer Tag, der Sie durch verschiedene Klimazonen führen wird. Dichter Bambuswald, glitschige Wurzeln im hochalpinen Regenwald, rutschige Felspassagen und immer häufigere Sumpf- und Morastabschnitte kennzeichnen den kaum erkennbaren Pfad. Hüpfend, um Gleichgewicht ringend, und schließlich gottergeben durch immer größere Sümpfe watend, tauchen Sie schließlich in die Welt des Märchen- und Geisterwaldes ein. Meterlange Bartflechten und zentnerschwere Moose an über 20 m hohen Heidekrautbäumen verwandeln Ihre Umgebung in eine unwirkliche Welt. John Matte Hütte, VP.

5. Tag  Akklimatisationstag John Matte Hütte
Ein wohlverdienter Ruhe- und Akklimatisationstag, der Sie jedoch kaum zur Ruhe kommen lässt. Die Umgebung reizt zu Streifzügen in Heidekrautwäldern, Hochmooren mit meterhohen Lobelien, Senecien und einer Pflanzenvielfalt, die unsere Filmkapazität bedenklich schmelzen lässt. John Matte Hütte, VP.

6. Tag  Bujuku Hütte
Ausgeruht und mit etwas Wetterglück die vergletscherten Gipfel des Stanley Massivs vor Augen, versinken Sie nach der Durchquerung des Bujuku Flusses erstmal im Sumpfgebiet des “Lower Bog”. Auf Tussock-Grasbüscheln stehend (oder wankend) oder bis zu den Knien in grünschillerndem Sumpf steckend, bleibt viel Zeit, die Lobelien-Riesen zu bewundern. Durch unglaublich hohe Senecienwälder steigen Sie zum nächsten Sumpf auf und erreichen nach einer weiteren Felsstufe den Bujuku See. Eingekeilt zwischen dem Seeufer und den moos- und flechtenüberzogenen Felswänden des Speke Massivs führt der Hüpf- und Watweg in herrlicher Landschaft zur Bujuku Hütte (3978 m), VP. (Ca. 6-7 Stunden Gehzeit)

7. Tag  Bujuku Hütte

Akklimatisiation in der Umgebung der Bujuku Hütte; zum Speke Gletscher des Vittorio Emmanuele aufsteigen oder eine Wanderung über den Stuhlmann Pass zum Lac du Speke unternehmen.
(An diesem Tag wäre der Anstieg zur Elena und am nächsten Tag weiter zum Gipfel möglich. Daraus folgt, dass man eine Nacht mehr in der Kitandara Hütte übernachtet.) Bujuku Hütte, VP.

8. Tag  Elena Hut
Die Bergsteiger steigen in etwa 4 Stunden Gehzeit zur Elena Hütte (4572 m) auf. Die Mühe des Aufstiegs durch Senecienwälder und letzthin steile Felspassagen wird mit einem großartigen Blick auf den Bujuku See, die Gletscher des Speke-, Baker und Stanley Massivs belohnt. Die Träger werden nach Erreichen der Elena Hütte wieder absteigen. Elena Hütte, VP.

9. Tag Margherita Spitze – Kitandara Hütte
Sie steigen in selbständigen Seilschaften über Elena- und Stanley Gletscher zur Margherita Spitze (5109 m), dem höchsten Punkt des Ruwenzori Massivs, auf. Die letzten ca. 50 m zum Gipfel erfordern klettertechnische Kenntnisse. Am gleichen Tag Abstieg zur Kitandara Hütte (4207 m), VP.

10. Tag  Guy Yeoman Hütte
Heute ist der erste Tag des Abstiegs, der mit einem Aufstieg zum Freshfield Pass (4300 m) beginnt. Bei schönem Wetter genießen Sie von der Passhöhe aus einen letzten phantastischen Rundblick: Stanley- und Baker Massiv, Mahoma See und ein weiter Blick bis in die Urwälder des Kongo. Wer glaubte, bereits alle Schwierigkeiten und Überraschungen kennengelernt zu haben, wird schnell eines besseren belehrt.
Der längste und anstrengendste Tag steht bevor und der Ruwenzori zeigt sich selbst bei gutem Wetter von seiner grimmigsten Seite. Der teils glitschige und schlammige, teils felsige Aufstieg zum Freshfield Pass steigert sich beim Abstieg zur Guy Yeomann Hütte (3450 m) in eine wahre Spring-, Hüpf-, Wat- und Platschorgie, unterbrochen von Baumunter- und -überkriechen. Unter voller Konzentration (selbst die Träger bewegen sich nicht mehr so bewundernswert gemsenartig) und gegenseitiger Hilfe, steigen Sie über steile und glitschige Felsplatten ab. Und dennoch verzaubert die Landschaft aufs Neue: überhängende Felswände, überwuchert mit Farnen und Bäumen, die ihre verflechteten Gerippe in den geisterhaften Nebel strecken…, vorbei am legendären Bujungulo Rockshelter, der bei der Erforschung und Besteigung des Ruwenzorigebirges eine große Rolle spielte. Wäre man nicht schon so schlapp, so wäre es nun eine Erholung, die letzten flachen zwei Sumpfkilometer von Wurzel zu Wurzel oder Grasbüschel zu Grasbüschel der Hütte entgegenzuhüpfen. Was für ein Tag! Was für eine Müdigkeit! Was für ein Schlaf! Guy Yeomann Hütte, VP.

11. Tag  Nyabitaba Hütte and Gate
Allmählich verlassen Sie die Region der Senecien, Erikabäume und Lobelien und tauchen wieder in herrlichen, orchideenbehangenen Regenwald ein. Eine steile Felspassage lässt Erinnerungen an den Vortag aufkommen, doch ist sie überwunden. Ihr Weg, bis zu der bekannten Nyabitaba Hütte wird zunehmend einfacher. Noch drei Stunden Abstieg trennen Sie von Wärme, Dusche und Champagner…
Pickup am Gate und Fahrt in den nahegelegenen Queen Elizabeth Nationalpark. Der Tag klingt in der herrlich gelegenen Mweya Safari Lodge aus. VP

12. bis 13. Tag  Queen Elizabeth Nationalpark
Ihre Pirschfahrten gelten Elefanten, Büffeln, Hyänen, Wasserböcken, Antilopen, Gazellen und anderen Wildtieren. Hier wurden über 611 Vogelarten aufgezeichnet. Das Northern Crater Gebiet mit seinen schönen Seen und seinem saftigen Grasland, das tief in die vulkanischen Krater gebettet ist, zählt zu den atemberaubendsten Anblicken im Park.
Nachmittags unternehmen Sie eine erholsame Bootstour auf dem riesigen Kazinga Channel, der Lake Edward und Lake George verbindet. Vermutlich erwarten Sie dort einige hundert Nilpferde und eine phantastische Vogelwelt. Sie übernachten in der Mweya Safari Lodge,VP.

14. Tag  Kampala
In gemütlicher Fahrt geht es zurück zum Victoriasee. Transfer nach Entebbe zum Flughafen.

Beachten Sie bitte bei unserem Ruwenzoriprogramm, dass wir durch den Einbau von Zusatztagen am Berg (Akklimatisations- und Ruhetage) Ihre Chancen, die Tour ohne Höhenprobleme (Abbruchgefahr!) zu meistern und/oder den Gipfel zu erreichen, ganz entscheidend verbessert haben! Das Fehlen eines Akklimatisationstages ist sehr oft tourentscheidend, nicht korrigierbar und daher vor Reisebeginn zu bedenken! Unser Programm legt Wert auf eine vernünftige Akklimatisation und nicht so sehr auf den Geldbeutel. Ausserdem haben Sie bei unserem Programm die zweifache Chance den Gipfel zu erreichen! Eine gescheiterte Tour hinterlässt nur Verlierer – einschließlich Geldbeutel….  Das gilt natürlich für geführte und auch individuelle Touren!


Index: M=Mittagessen, A=Abendessen,Ü=Übernachtung, F=Frühstück, HP-VP=Halb-Vollpension


 

Eingeschlossene Leistungen:

  • sämtliche Transfers und Überlandfahrten
  • sämtliche Nationalparkgebühren
  • Parkgebühren Ruwenzori National Mountain Park
  • örtliche Führer und Ranger
  • sämtliche Hotelübernachtungen lt. Programm
  • einfache Hütten- oder Zeltübernachtungen am Berg
  • Verpflegung lt. Programm
  • volle Verpflegung am Berg
  • Träger und Koch für die Bergbesteigung
  • sämtliche Hochsaisonzuschläge
  • Buchung nach deutschem Reiserecht
  • Reisepreis-Sicherungsschein

 

Nicht eingeschlossene Leistungen: internationale Flüge; Flughafengebühren bei der Ausreise aus Uganda; Visagebühren; Einzelzimmer-Zuschläge (nur in Lodges/Hotels möglich); Getränke (außer am Berg); Trinkgelder; Ausgaben persönlicher Art (z.B. Souvenirs); Aktivitäten in Eigenregie

 


 

Termine & Preise
Termin: auf Anfrage (beste Reisezeit Januar/Februar)
Preis: ab 3.345,00 EUR
Zuschlag bei Fahrt mit 4×4 Landcruiser (bei dieser Reise nicht zwingend erforderlich)
Alle Preise pro Person und im Doppelzimmer
Teilnehmer: 2 Personen exklusiv

Bitte lassen Sie sich das Detailprogramm mit Ihrem Wunschtermin und der Beschreibung über Anforderungen, Klima, Visa, Impfungen und wichtige Hinweise zusenden.

 


 

Alle Flugzeiten lt. derzeit gültigem Flugplan. Alle Flüge können durch uns optional vermittelt werden. Sie können sich die Flüge auch selbst organisieren.