Der Kafue Nationalpark ist ein Geheimtipp für anspruchsvolle Safari-Reisende und eines der faszinierendsten Wildschutzgebiete Afrikas. Mit einer Fläche von 22.400 km² ist er nicht nur der größte Nationalpark Sambias, sondern auch einer der größten Nationalparks des Kontinents. Seit den 1930er Jahren als Schutzgebiet etabliert und in den 1950er Jahren offiziell gegründet, verdankt der Park sein außergewöhnlich reiches Ökosystem dem immer wasserführenden Kafue River und seinen vier großen Zuflüssen – Luansanza, Musa, Lufupa und Lunga.
Am östlichen Rand befindet sich der Itezhi-Tezhi-Stausee, dessen weite Wasserflächen wertvolle Lebensräume für unzählige Tierarten schaffen und die Flora des gesamten Parks beeinflussen.
Ein Paradies für Safari-Puristen
Der Kafue Nationalpark ist kein Ziel für klassische „Big Five“-Touristen. Er ist ein Reiseziel für Menschen, die echte Wildnis, Artenvielfalt, authentische Camps und ungestörte Naturerlebnisse suchen. Wer unverbrauchte Landschaften, ehrliche Safari-Momente und Tierbeobachtungen abseits aller Massen schätzt, findet im Kafue eines der faszinierendsten Safari-Gebiete Afrikas.
Landschaftliche Vielfalt – ein Mosaik aus Savannen, Wäldern und Flusslandschaften
Kaum ein anderer Nationalpark in Sambia bietet eine so abwechslungsreiche Landschaft:
Südlicher Kafue – Weite Savannen & dichte Wälder
Der Süden ist geprägt von offenen Savannen, Miombo- und Mopane-Wäldern, Teak-Beständen, ariden Landstrichen und weitläufigen Schwemmlandgebieten. Hier zeigt sich die Wildnis Sambias in ihrer ursprünglichen Form: rau, ungezähmt und weitgehend touristenfrei.
Zentraler Kafue – Auenwälder & Flusssafaris
Der zentrale Teil des Parks wird dominiert vom felsgesäumten Kafue River mit seinen traumhaften Auenwäldern. Sandbänke, Inseln und klare Flussläufe schaffen ideale Voraussetzungen für Bootsfahrten, die hier ebenso beliebt sind wie Safari-Pirschfahrten an Land.
Nördlicher Kafue – Die legendären Busanga Plains
Im Norden erstrecken sich die berühmten Busanga Plains, eine der spektakulärsten Savannenlandschaften Afrikas. Während der Regenzeit werden die Ebenen überflutet, wodurch ein komplexes Feuchtgebiet entsteht, das sich in der Trockenzeit (Juni bis Oktober) in eine weite, goldene Graslandschaft verwandelt.
Die kurze Saison, die Abgeschiedenheit und die begrenzte Anzahl an Camps machen die Busanga Plains zu einem der exklusivsten Safari-Gebiete Afrikas – ein Traumziel für Fotografen, Naturkenner und Gäste, die besondere Wildtierbeobachtungen suchen.
Tierwelt – Vielfalt statt Masse
Der Kafue Nationalpark beeindruckt weniger durch riesige Tiermengen, sondern durch seine außergewöhnliche Artenvielfalt. Über 500 Vogelarten und zahlreiche schwer zu sichtende Säugetiere machen ihn zu einem Paradies für echte Safari-Enthusiasten.
Zu den charakteristischen Arten gehören:
- Wild Dogs – eine stabile Population macht Kafue zu einem der besten Orte in Afrika für deren Beobachtung
- Geparden – der beste Sichtungsort in ganz Sambia
- Roan-Antilopen & Sitatunga
- Oribi, Lichtenstein-Kuhantilope, Puku, Defassa-Wasserbock
- Serval, Karakal, Afrikanische Wildkatze
- Honigdachs, Pangolin, Erdferkel
- Zahlreiche Mangustenarten & Otter
Diese Vielfalt ist in Afrika selten – und macht Kafue zu einem besonderen Reiseziel für Safari-Kenner.
Die Busanga Plains – exklusiv & extrem wild
Die Busanga Plains sind das Herzstück des nördlichen Kafue. Große Herden von Lechwe, Zebras und Oribis ziehen über die Ebenen, gefolgt von Löwen, Leoparden und Geparden.
Da die Plains nur zwischen Juni und Oktober zugänglich sind, gehören die Camps hier zu den exklusivsten und teuersten Unterkünften in Afrika – wenige Gäste, große Weite, absolute Wildnis.
Beste Reisezeit im Kafue Nationalpark
Die optimale Reisezeit für den Kafue Nationalpark ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober.
Vorteile dieser Monate:
- kühlere Temperaturen
- lichtere Vegetation
- konzentrierte Tierbestände
- beste Chancen auf Wild Dog- und Geparden-Sichtungen
- geöffnete Camps in den Busanga Plains
Die Existenz der Camps und der Tourismus in Kafue sind ein entscheidender Beitrag zum Erhalt dieses einmaligen, empfindlichen Ökosystems.














