Serengeti Nationalpark

Der Serengeti Nationalpark ist mit 14.763 Quadratkilometern einer der größten und ältesten Nationalparks der Welt – und vermutlich der berühmteste. Sein Name stammt aus der Sprache der Maasai und bedeutet „endlose Ebene“. Gemeinsam mit der Ngorongoro Conservation Area, den angrenzenden Game Reserves und der Masai Mara in Kenia bildet er ein zusammenhängendes Ökosystem von über 30.000 Quadratkilometern – Heimat der letzten großen Landtierwanderung der Erde.

Die Landschaft reicht von endlosen Grasebenen im Süden über Akazien-Savannen im Zentrum bis zu bewaldeten Hügeln im Norden, durchzogen von Granitfelsinseln, den sogenannten Kopjes. Alle Details zur Großen Tierwanderung finden Sie in unserem Blogbeitrag, alle Safari-Optionen auf unserer Serengeti Safari Seite.

Die Regionen der Serengeti

Die Serengeti gliedert sich in mehrere Regionen mit jeweils eigenem Charakter – für Ihre Safariplanung ein entscheidender Faktor.

Seronera (Zentrale Serengeti) ist das Herzstück des Parks mit ganzjährig konstant guter Tiersituation. Genau diese Verlässlichkeit sorgt für eine hohe Raubkatzenkonzentration – hier stehen die Chancen auf Löwen, Geparden und Leoparden das ganze Jahr über gut. Von Juli bis Oktober, wenn die großen Herden im Norden stehen, gilt diese Zeit unter Kennern als „Zeit der Katzen“ – die Großkatzen sind dann besonders jagdaktiv.

Ngare Nanyuki & Namiri Plains liegt östlich von Seronera und ist eine der abgelegensten Regionen der zentralen Serengeti mit deutlich weniger Fahrzeugen. Die Namiri Plains sind ein weites Savannengebiet und gelten als exzellentes Jagdrevier für Großkatzen, besonders Geparden.

Western Corridor verläuft entlang des Grumeti Flusses in Richtung Viktoriasee, umgeben von dichten Galeriewäldern und weiten Savannenflächen. Ganzjährig gute Bestände an Elefanten, Büffeln, Giraffen und Antilopen. Die Flussüberquerungen der großen Tierwanderung im Juni sind hier schwer zu beobachten, da die undurchdringlichen Ufer nur wenige Zugangspunkte bieten.

Lobo (Nordosten) ist als „rollendes Land“ bekannt – eine völlig andere Landschaft als der Süden, mit riesigen Kopjes, Singing Acacias und Galeriewäldern. Diese Region wird sehr wenig besucht, da sie mit klassischen Vormittags- und Nachmittags-Pirschfahrten nicht erreichbar ist. Hier leben die größten Elefanten- und Büffelherden der gesamten Serengeti.

Bologonja (äußerster Norden) grenzt direkt an Kenia und liegt zwischen Oktober und Dezember auf der Migrationsroute. Die Landschaft ist hügeliger und sanfter als in Lobo, durchzogen von Bächen, Wald und Busch – eine der am wenigsten besuchten Regionen der Serengeti überhaupt.

Kogatende & Mara Fluss ist der wichtigste Ort, um die Flussüberquerungen der Großen Tierwanderung von tansanischer Seite aus zu erleben – meist zwischen Juli und Oktober. Hier gibt es die meisten Unterkünfte im Norden, rund 15 Autominuten vom Fluss entfernt.

Wogakuria liegt südlich von Kogatende, rund 45 Autominuten vom Mara Fluss entfernt. Die Region liegt im Juli auf der Migrationsroute, wenn die Große Tierwanderung Richtung Norden zieht. Hier gibt es sowohl Luxuscamps als auch preisgünstigere Optionen wie das Kenzan Migration Camp im Standardbereich – wer dort bucht, nimmt die etwas längere Fahrt zum Fluss in Kauf.

Lamai Wedge liegt nördlich des Mara Flusses und grenzt direkt an das Mara Triangle auf kenianischer Seite. Die Region ist ausschließlich per Kleinflugzeug erreichbar und bietet nur sehr wenige, sehr exklusive Unterkünfte wie das Singita Mara River Tented Camp. Eine Furt verbindet Kogatende mit Lamai, ist aber nur bei niedrigem Wasserstand des Mara Flusses passierbar.

Moru Kopjes (Süden) ist von der Parkverwaltung als „Prime Area“ bekannt, wenig besucht, außergewöhnlich schön und mit Nashörnern gesegnet. „Islands in the Sea of Grass“ nannte Hugo van Lawick seinen Film über diese archaische, bezaubernde Landschaft – nur die Granitinseln brechen die Wogen des bis zum Horizont reichenden Graslandes. Wer das Rhino Project in den Moru Kopjes besuchen möchte, kann dies gegen Gebühr vor Ort tun (100 US-Dollar pro Person). Fälschlicherweise wird das benachbarte Ndutu-Gebiet oft als „südliche Serengeti“ dargestellt – tatsächlich liegt Ndutu bereits in der Ngorongoro Conservation Area.

Unsere Reiseempfehlung für Serengeti Nationalpark

Ob Zeltsafari mitten in der Wildnis oder Luxus-Lodge in der zentralen Serengeti – jede Serengeti Safari wird individuell auf Ihre Wünsche und die passende Region zugeschnitten. Globetrotter Select findet gemeinsam mit Ihnen die richtige Reisezeit und Route.

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Serengeti Nationalpark im Überblick

Größe – Der Serengeti Nationalpark umfasst 14.763 Quadratkilometer – etwa ein Drittel der Fläche der Schweiz. Gemeinsam mit den angrenzenden Schutzgebieten und der Masai Mara bildet er ein Ökosystem von über 30.000 Quadratkilometern.

Geschichte – Der Park wurde 1951 gegründet und ist seit 1981 UNESCO-Weltnaturerbe. Der weltberühmten Film „Die Serengeti darf nicht sterben“ von Professor Dr. Bernhard Grzimek, der die Serengeti international bekannt machte, war ein Meilenstein zum Schutz dieses Ökosystems.

Lage und Höhe – Der Park liegt im Norden Tansanias auf 920 bis 1.850 Metern Höhe und grenzt im Norden an die Masai Mara in Kenia, im Osten an die Ngorongoro Conservation Area und im Westen fast an den Viktoriasee.

Tierwelt – Rund 2 Millionen Gnus und über 200.000 Zebras durchziehen den Park im Rahmen der Großen Tierwanderung. Dazu leben hier alle Big Five sowie 530 dokumentierte Vogelarten.

Nationalparkgebühren (Stand August 2026, pro Person und Tag, internationale Gäste, inkl. 18% VAT):

  • Hochsaison (16. Mai – 14. März): Erwachsene 82,60 USD / Kinder 5-15 Jahre 23,60 USD / unter 5 Jahren kostenlos
  • Regenzeit (15. März – 15. Mai): Erwachsene 70,80 USD / Kinder 23,60 USD / unter 5 Jahren kostenlos – Globetrotter Select führt in diesem Zeitraum keine Reisen durch, da rund 90 Prozent der Pisten unbefahrbar sind

Konzessionsgebühren für Übernachtungen innerhalb des Parks (Stand August 2026, pro Person und Nacht, inkl. 18% VAT):

  • Hochsaison (Juli-September): Erwachsene 70,80 USD / Kinder 11,80 USD
  • Nebensaison (Oktober-Juni): Erwachsene 59,00 USD / Kinder 11,80 USD

FAQ – Häufige Fragen zum Serengeti Nationalpark

Wie groß ist der Serengeti Nationalpark?

Der Serengeti Nationalpark umfasst 14.763 Quadratkilometer – etwa ein Drittel der Fläche der Schweiz. Das gesamte Serengeti-Ökosystem mit den angrenzenden Schutzgebieten und der Masai Mara ist über 30.000 Quadratkilometer groß.

Was kostet der Eintritt in den Serengeti Nationalpark?

Die Nationalparkgebühr für internationale Gäste liegt in der Hochsaison bei 82,60 US-Dollar pro Person und Tag inklusive 18 Prozent VAT (Stand August 2026), Kinder von 5 bis 15 Jahren zahlen 23,60 US-Dollar, Kinder unter 5 Jahren nichts. Wer innerhalb des Parks übernachtet, zahlt zusätzlich eine Konzessionsgebühr.

Was ist der Unterschied zwischen Serengeti und Masai Mara?

Beide gehören zum selben Ökosystem und sind durch die Grenze zwischen Tansania und Kenia getrennt. Die Serengeti ist mit 14.763 Quadratkilometern deutlich größer als die Masai Mara mit rund 1.510 Quadratkilometern und bietet entsprechend mehr landschaftliche Vielfalt.

Wo genau findet die Große Tierwanderung statt?

Die Wanderung durchzieht das gesamte Ökosystem im Jahreskreislauf: Gebärzeit im Süden nahe den Moru Kopjes und in der angrenzenden Ngorongoro Conservation Area (Dezember-März), Zug durch die zentrale Serengeti, Flussüberquerungen im Western Corridor (Juni). Die großen Flussüberquerungen am Mara Fluss finden zwischen Juli und Oktober sowohl bei Kogatende in der nördlichen Serengeti als auch in der Masai Mara statt. Details finden Sie in unserem Blogbeitrag zur Großen Tierwanderung.

Kann man den Serengeti Nationalpark ohne Guide besuchen?

Nein, ein Guide mit ortskundigem Wissen ist für jede Safari im Serengeti Nationalpark unerlässlich. Der Park hat ein sehr komplexes Wegesystem mit wenig Ausschilderung abseits der Hauptpisten – anders als etwa der Kruger Nationalpark in Südafrika oder der Etosha Nationalpark in Namibia, die sich gut in Eigenregie bereisen lassen. Für den Serengeti Nationalpark bieten wir deshalb keine Selbstfahrerreisen an.

Welche Region der Serengeti ist die beste für meine Safari?

Das hängt von Ihrer Reisezeit ab: Seronera für ganzjährig gute Tierbeobachtungen, Kogatende und Lamai Wedge für die Flussüberquerungen im Sommer, Moru Kopjes für die Gebärzeit von Dezember bis März. Wir beraten Sie gerne zur passenden Region für Ihren Reisezeitraum.

Wie warm ist es in der Serengeti?

Tagsüber liegen die Temperaturen meist zwischen 25 und 30 Grad. Nachts kann es aufgrund der Höhenlage deutlich kälter werden – teilweise nur 5 bis 10 Grad. Ein warmer Pullover oder eine Fleecejacke gehört daher in jedes Gepäck, auch wenn tagsüber sommerliche Temperaturen herrschen. Die beste Reisezeit für Tansania und die Serengeti finden Sie hier.

 

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